Bergwandern – Packliste für den Rucksack

By 3. Juli 2015 Packtipps
wandern packliste

Wer Bergwandern geht, sollte nichts Wichtiges vergessen, aber auch keinen unnötigen Ballast mit sich herumschleppen. Für meine Tour in Graubünden habe ich deshalb genau überlegt, was ich für drei Tage Bergwandern einpacke und was im Auto zurück bleibt. Hier findest Du meine Tipps, welches Equipement sich auf der Tour bewährt hat.

(Berg-)Wandern – Meine Packliste für den Rucksack

✖️Ich hatte meinen Fotorucksack von Lowepro dabei, den ich hier auch ausführlich vorgestellt habe.

✖️Kleidung: Wanderstiefel, Wandersocken, lange Trekkinghose, Funktionswäsche, Funktionsshirt, Buff (Schlauchtuch – schützt den Nacken gegen Sonne und man kann sich mal schnell den Schweiß aus dem Gesicht wischen.)

✖️Kleidung im Rucksack: Kopfbedeckung (Basecap), Fleecejacke, Regenjacke, Shorts plus 1 x Socken, Unterwäsche & Shirt zum Wechseln. Je nach Jahreszeit & Tour kann es auch sinnvoll sein, Mütze und Handschuhe einzupacken.

✖️Leichter Sommerschlafsack: Ist mir persönlich sympathischer und angenehmer zum Schlafen als einen Hüttenschlafsack. (Mehr zum Thema Schlafsack findest Du am Ende der Liste.)

✖️Fotoequipment (Meine Standardausrüstung ist die Systemkamera Sony Alpha 6000 und das Sony F4/16mm – 70mm Objektiv.)

✖️Waschzeug: Microfaser-Handtuch, Zahnbürste, Zahncreme, Lippenbalsam & Feuchtigkeitscreme (in den Bergen wird die Haut extrem trocken), Deo, Duschgel (alles im Mini-Format), ggf. Wegwerfwaschlappen (erleichtert die Katzenwäsche deutlich)

✖️Sonnencreme (In jedem Fall einen hohen Lichtschutzfaktor nehmen und schon eincremen, bevor man loswandert.)

✖️Sonnenbrille (ggf. Brille/Kontaktlinsen plus Pflegemittel & Behälter)

✖️Smartphone (plus Ladekabel & externes Akku-Ladegerät – ich benutze das PNY PowerPack T10400)

✖️Flipflops (Für alle, die bei normalen Plastik-Flipflops Fußschmerzen bekommen: ich schwöre auf Reef! Die haben besonders weiche, anatomisch geformte Sohlen, auf denen man bequem und lang laufen kann!)

✖️ Taschenlampe oder Stirnlampe (damit man sich nachts im Hüttenschlafraum orientieren kann)

✖️ Trinkflasche

✖️ Wanderstöcke

✖️ Wanderkarte/Wanderführer (eventuell GPS)

Ebenfalls nicht vergessen

✖️Erste-Hilfe-Equipment: Wundversorgung, Pflaster (Blasenpflaster), Schmerzmittel und natürlich persönliche Medikamente, die Du unterwegs brauchen könntest.

✖️Ausweis, Bargeld: (Neu entdeckt und für unverzichtbar befunden – Die Beutel von aLOKSAK sind sehr robust, schützen vor Wasser und Schmutz und den Touchscreen vom Smartphone kann man durch die Folie bedienen – sogar telefonieren geht, wenn es sein muss. Benutze ich für’s iPhone, aber auch zum Verstauen von Geld, Kreditkarte, Ausweis etc.)

✖️Proviant für unterwegs: Ich decke mich immer mit Riegeln von Alnatura ein, wie z. B. den Fruchtschnitten in verschiedenen Geschmacksrichtungen, Amaranth-Riegel, Cashew-Krokant etc. Nüsse und Trockenobst sind auch immer gut, wobei ich dazu übergegangen bin, mir meine persönliche Nuss-Trockenfrüchte-Mischung selbst zusammenzustellen und in eine kleine Ziploc-Tüte zu füllen, weil die fertigen Mixturen für mich nie ganz perfekt sind.

Noch ein paar Bemerkungen zum Thema Schlafsack

Bei meinen letzten Trips war ich immer noch mit dem 20 Jahre alten Daunenschlafsack meines Liebsten unterwegs. Doch diesmal konnte ich das „alte Schätzchen“ nicht mitschleppen. Zu groß, zu schwer. Da Ende Juli in Georgien auch mehrtägiges Bergwandern ansteht, musste hier neues Equipment her.

Ich habe lange überlegt, ob ich einen Kunstfaser – oder einen Daunenschlafsack nehmen soll, denn ich finde das Thema sehr problematisch und versuche generell, tierische Produkte zu meiden, wo es nur geht. Andererseits bin ich oft unterwegs und dann zählen Produkteigenschaften wie minimales Packmaß, geringes Gewicht und hohe Isolation, die nur ein Daunenschlafsack bieten kann. Außerdem werde ich den neuen Schlafsack mit Sicherheit viele Jahre im Einsatz haben.

Ich habe lange überlegt, nachgelesen und mich im Outdoor-Fachgeschäft beraten lassen. Schliesslich habe  ich mich für den „Helium 400“ von Mountain Equipment (Komfortzone bis 4 Grad, Gewicht 860 g) entschieden. Mountain Equipment beachtet den „Down Codex“ und lässt die die gesamte Lieferkette der Daunengewinnung von einer unabhängigen Kontrollorganisation prüfen. Hätte es das Zertifikat nicht gegeben, wäre die Entscheidung zugunsten des Kunstfaserschlafsacks gefallen, den sich mein Liebster gekauft hat: den „Kompakt Summer“ von Mammut.

Das erste Fazit nach dem kurzen Test in Graubünden: mein Schlafsack war angenehm im Schlafkomfort und die Wärmeleistung habe ich in jedem Fall gebraucht – ich bin halt doch eher eine Frostbeule. Der Mann war mit seiner Neuanschaffung auch sehr zufrieden, allerdings ist Kunstfaser (erwartungsgemäß) nicht so „kuschlig“. Für mich wäre es mit dem Mammut-Schlafsack vermutlich etwas zu kühl geworden.

Keinen Artikel mehr verpassen? Folge mir auf bloglovin‘!                                         Follow

Dieser Artikel enthält KEINE Affiliate Links!

Wer Bergwandern geht, sollte nichts Wichtiges vergessen, aber auch keinen unnötigen Ballast mit sich herumschleppen. Hier findest Du meine Tipps, welches Equipement sich auf meiner dreitägigen Tour in Graubünden bewährt hat.

Diese Artikel könnten Dich auch interessieren:

3 Kommentare

  • Reply Jutta 6. Juli 2015 at 21:56

    Irgendwie fehlt mir noch der richtige Rucksack für eine mehrtägige Wandertour :/ Beim Schlafsack hätte ich wahrscheinlich auch zu den Dauen gegriffen. Mir ist tendenziell auch eher zu kalt als zu warm. Bisher habe ich aber noch keinen gebraucht : ) Sonnige Grüße, Jutta

    • Reply Beatrice 7. Juli 2015 at 8:48

      Ja, DEN richtigen Rucksack für mehrtägige Trips habe ich momentan auch noch nicht gefunden. Mein Fotorucksack war mit dieser dreitägigen Tour am Limit. Bin da auch noch tendenziell am Suchen, aber derzeit liegt nichts an, wo ich dringend ein neues Gepäckstück brauche.

      Beim Schlafsack gehöre ich zu den Leuten, die den gerne auch mal auf Reisen dabei haben. Bei Destinationen wie Namibia, Mongolei etc. habe ich es immer sehr angenehm gefunden, mich in mein eigenes Bettzeug zu legen – zumal es in beiden Länder nachts auch ganz schön kalt werden kann…

      Sonnige Grüße zurück, liebe Jutta!!!

      • Reply Jutta 7. Juli 2015 at 8:53

        Das ist ein Punkt! Meine jüngere Rucksackerfahrung (zweite Islandreise mit Filius) hat sich auf eine einzige Nacht in unserem (wenig tauglichen) Mini-Camper beschränkt. Ich hatte dafür kuschelige, aber klein zusammenrollbare Innenschlafsäcke für Lu und mich gekauft, da wir natürlich auch nicht mit den gestellten Schlafsäcken auf „Tuchfühlung“ gehen wollten. Na ja, der Einsatz hat sich auf die eine Nacht beschränkt : ) Wenn es einmal wieder etwas „wilder“ zugeht auf Reisen, werde ich über eine neue Anschaffung nachdenken! Wünsche dir einen schönen Tag, Jutta

Schreibe einen Kommentar