25 Tipps gegen Langeweile auf langen Flügen (und anderen endlosen Reisestrecken)

By 1. Dezember 2016 Flugreisen, Reiseplanung
Tipps gegen Langeweile auf langen Flügen

Abgesehen von den ganz praktischen Tipps, wie man einen Langstreckenflug einigermaßen bequem übersteht, gilt es auch eine endlos lange Zeit sitzend in der Economy Class zu überstehen. Dasselbe gilt natürlich auch für lange Fahrtzeiten mit dem Zug oder Bus. Selbst eingefleischte Serienfans und Workaholics kommen da mitunter an ihre Grenze, wenn es darum geht, die vielen Stunden sinnvoll zu füllen. Da ich mir selbst auch immer mal wieder den Kopf zerbreche, wie ich mir die Zeit vertreibe, habe ich hier meine Tipps gegen Langeweile auf langen Flügen aufgeschrieben:

Tipps gegen Langeweile auf langen Flügen

Den Körper entspannen

Wer unterwegs schlafen kann, hat natürlich die besten Chancen, einige Stunden entspannt zu verbringen. Wer schon übermüdet ins Flugzeug steigt, schläft auch mit hoher Wahrscheinlichkeit ein. Manchmal sind die Abflugzeiten sehr früh am Morgen, sodass man in der Nacht vor dem Abflug nur sehr wenig schläft. Oder man ist auf der Rückreise so kaputt von den vielen Erlebnissen, dass man froh ist, schnell einzuschlummern.

Im Gang ein wenig die Füße vertreten, auf den Fußballen wippen, die Beine ausschütteln, sich überhaupt etwas Bewegung verschaffen. Aufpassen, dass man beim dynastischen Armkreisen nicht versehentlich einem Mitreisenden den Ellbogen ins Gesicht rammt.

Progressive Muskelentspannung nach Jacobson üben. Das Grundprinzip beruht auf der bewussten Anspannung und dann Entspannung der Muskeln. Erst spannt man fünf Sekunden an, dann lässt man zehn Sekunden bewusst locker. Man arbeitet sich schrittweise durch den ganzen Körper, rechter Fuß, linker Fuß, rechter Unterschenkel, linker Unterschenkel usw. Die minimalen Bewegungen fallen kaum auf, aber man tut den sitzgeplagten Muskeln etwas Gutes, es macht locker und baut Stress ab.

Essen ist immer eine gute Idee. Abgesehen vom Flugzeugmenü sollte man am besten vorsorgen und zusätzlich ein paar Lieblingssnacks einpacken, die man in aller Ruhe geniessen kann.

In Ruhe eine Tasse Tee trinken. Wer sicher gehen will, hat ein, zwei Beutel des Lieblingstees im Handgepäck und lässt sich vom Bordservice heißes Wasser bringen.

Schönheitsprogramm

Ein kleines Beautyprogramm kann nicht schaden. Natürlich sind der Schönheitspflege gewisse Grenzen gesetzt, aber ein bisschen kann man schon machen. Am besten startet man mit einem Gang zu den Toiletten, wo man sich frisch macht, einen Spritzer Parfum aufträgt, die Zähne putzt, die Haare kämmt etc. Zurück am Platz kann die Hände eincremen und ausgiebig massieren, Lippenpflege auftragen und ggf. eine Feuchtigkeitsmaske für das Gesicht benutzen. Natürlich nur ein farbloses Produkt und das auch nur hauchdünn, man will ja niemand erschrecken. Die Reste kann man mit einem Papiertuch wieder abnehmen. Eine Pflegeampulle eignet sich auch hervorragend und zieht ohne Rückstände ein.

Ein wenig (dezente) Aromatherapie kann sehr entspannend wirken – natürlich nur in kleinen Dosen, denn der Sitznachbar will vermutlich nicht gleich mit eingenebelt werden. Ideal sind dafür die kleinen Aroma Roll-ons von Primavera, die man auf Handgelenke, Schläfen und Nacken auftragen kann.

Den Geist entspannen

Meditieren: ich nehme es mir schon seit ewigen Zeiten vor und kann noch keinen Fortschritt vermelden. Wie ich aus der Yoga-Praxis weiss, ist meditieren eigentlich eine echte Wohltat, aber ich bekomme es einfach nicht in den Alltag übertragen. Ein Flug ist ideal, um sich ohne Ablenkung von einer App wie CALM durch eine Meditation führen zu lassen.

Tagträumen und die Gedanken wandern lassen. Am besten zurücklehnen und vielleicht sogar ein Lavendel-Augenkissen* auflegen. Das sanfte Gewicht auf den Augen erleichtert die Entspannung und schützt gleichzeitig vor Licht.

Mandalas ausmalen macht ruhig und entspannt. Es gibt wunderschöne Malbücher für Erwachsene* mit ganz verschiedenen Motiven. Ein paar bunte Stifte dazu und los geht’s. Idealerweise hört man seine LieblingsMusik dazu und taucht komplett ab.

Ein besonderes Hörerlebnis sind Klangschalen oder andere meditative Klänge. Auch Mantren und andere Yoga-Musik ist gut zum Entspannen geeignet. Positiver Nebeneffekt: Die Wahrscheinlichkeit, beim Hören einzuschlafen, ist sehr hoch.

Aus dem Fenster zu schauen und den Himmel bewundern! Wenn ich die Wolken von oben sehe, würde ich immer am liebsten darauf herumspringen, wie auf einem Trampolin.

Sich ablenken und unterhalten

Für alle kontaktfreudigen Reisenden: eine Unterhaltung mit dem Sitznachbarn beginnen. Daraus ergeben sich manchmal sehr angenehme Gespräche.

Lesen ist der Klassiker schlechthin: Bücher, Magazine – egal ob in Papierform oder auf dem e-Reader. Wer sich für E-Books entscheidet (was in dem Fall einfach die praktischere Variante ist), muss auch keine Rücksicht auf Platz & Gewicht nehmen und kann für jede Stimmung vorsorgen. Ich habe für plötzliche Leselaune immer ein paar Bücher auf meinem Smartphone. Sobald ich mehrere Stunden unterwegs bin, steckt auch meine Powerbank griffbereit in der Tasche, damit der Akku nicht plötzlich den Geist aufgibt.

Musik hören ist ebenfalls eine gängige Beschäftigung unterwegs. Alternativ bieten sich Hörbücher oder Podcasts an, um sich abzulenken.

Wer sich nicht auf das Entertainment-Programm im Flugzeug verlassen will, lädt sich Filme oder Serien herunter. Je nach Länge des Flugs schafft man leicht eine ganze Staffel am Stück.

Eine Runde spielen! Selbst wer kein Spiele-Fan ist, mutiert auf langen Flügen möglicherweise zum Junkie und arbeitet sich durch alle verfügbaren Schwierigkeitslevel.

Arbeiten & Planen

Ich gebe zu, das ist vermutlich nicht das Highlight der Liste, aber lange Reisezeiten sind ideal, um eher eintönige Arbeiten am Laptop zu erledigen, wie z. B. seine Buchhaltungslisten zu führen, Kalender oder Kontakte aufzuräumen, Bilder zu sortieren o. ä.

Schreiben – wie diesen Beitrag, den ich auf einer Zugfahrt getippt habe. Oder einer guten Freundin eine Mail schreiben, die man nach der Ankunft verschicken kann.

Wer sagt, dass nur Silvester geeignet ist, um gute Vorsätze zu fassen? Im Flugzeug hat man mal so viel Zeit und Ruhe, um zu sich Gedanken zu machen, was in Zukunft besser laufen könnte.

Steht ein Feiertag oder Geburtstag an? Dann kann man sich perfekt Geschenke überlegen und Ideen sammeln, um Freunde & Familie zu überraschen.

Liegt in nächster Zeit viel Arbeit an? Dann lässt sich die Zeit nutzen, um zu strukturieren und To-do-Listen zu schreiben.

Nicht nur Studenten können die viele Zeit wunderbar zum Lernen nutzen. Einfach zu einem Sachbuch greifen oder sich ausgiebig mit einer Tageszeitung beschäftigen, um die Hirnzellen in Schwung zu halten.

Wer früher in Erdkunde gerne gepennt hat, bekommt jetzt eine zweite Chance, sein Geografie-Wissen aufzubessern, indem man eingehend die Flugroute studiert. Welche Länder überfliegt man? Wie heissen die Hauptstädte? Welche Gebirge, Flüsse, Landschaften gibt es?

Alternativ beschäftigt man sich schon mal eingehend mit dem Zielort und liest auf dem Flug den mitgebrachten Reiseführer.


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8 Kommentare

  • Reply Betty 8. Dezember 2016 at 11:23

    Oh, da waren ein paar sehr gute Ideen dabei, wie man die Zeit auf Langstrecken besser nutzen kann. Beim anstehenden Flug nach NYC werd ich diese gleich mal ausprobieren. Vielen Dank.

    • Reply Beatrice 9. Dezember 2016 at 17:35

      Freut mich sehr, Betty!

  • Reply Antje 3. Dezember 2016 at 23:56

    Im Flugzeug schlafe ich immer total schnell ein. Ich muss mich schon immer richtig zwingen beim Steigen noch wach zu bleiben, denn beim Schlafen macht man nicht unbedingt einen Druckausgleich und dann könnten die Ohren später ziemlich weh tun.
    Keine Ahnung, warum mich das Fliegen immer so schläfrig macht, aber ich finde es wunderbar 😀

    • Reply Beatrice 4. Dezember 2016 at 16:28

      Dann hast Du echt Glück! Viele klagen ja eher darüber, dass sie im Flieger kein Auge zukriegen.

  • Reply Sonja 2. Dezember 2016 at 2:40

    Das Meditieren unter so vielen Menschen klappt bei mir noch nicht so recht. Dazu benötigt es wohl noch einige Übung. Dafür war das Entertainment auf dem Hinflug nach Kolumbien in einer neuen Maschine sehr gut und die Zeit verging wie im Flug. Außerdem habe ich mit einer Lernapp Spanisch geübt und lustige Redewendungen gelernt.

    • Reply Beatrice 2. Dezember 2016 at 18:53

      Meditieren unter vielen Menschen (und vor allen Dingen mit den ganzen Geräuschen) ist sicher nicht einfach. Aber gerade mit einer Meditationsapp wird es leichter, sicher zu fokussieren. Aber ich übe auch noch… 😀 Aber eine Lernapp zu benutzen, ist auch super! Danach werde ich mich auch mal umsehen!

  • Reply Andreas Moser 2. Dezember 2016 at 0:22

    Nur Langweilern wird langweilig.

    • Reply Beatrice 2. Dezember 2016 at 18:35

      Vermutlich tut aber auch „Nicht-Langweilern“ irgendwann der Hintern weh.

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