Anzeige Wer einmal mehrere Tage auf dem Meer verbracht hat, merkt schnell, wie anders sich diese Art des Reisens anfühlt. Plattformen wie Boataround, über die sich weltweit Segelboote und Yachten buchen lassen, haben diese Form des Reisens in den letzten Jahren deutlich zugänglicher gemacht.
Das Tempo wird nicht mehr vom Verkehr, von Fahrplänen oder von einer Liste an Sehenswürdigkeiten bestimmt. Stattdessen geben Wind, Wetter und Küstenlinien den Rhythmus vor. Man bewegt sich langsam durch eine Landschaft, die sich ständig verändert und doch eine erstaunliche Ruhe ausstrahlt.
Segeln gehört zu den Reiseformen, bei denen der Weg tatsächlich Teil des Ziels wird. Eine Bucht, die man erst am Nachmittag erreicht. Ein verschlafenes Hafenstädtchen, in dem der Abend in einer kleinen Bar ausklingt. Oder ein Morgen, an dem das Boot noch ruhig vor Anker liegt, während die Sonne über dem Meer aufgeht.
Genau deshalb passt ein Segelurlaub besonders gut zum Slow Travel. Wer auf dem Wasser unterwegs ist, bleibt oft länger in einer Region, entdeckt Orte abseits großer Touristenströme und erlebt Landschaften aus einer Perspektive, die vom Land aus kaum möglich ist.
Inhalt auf einen Blick
Yachtcharter – Lange eine Welt für Insider
Trotz dieser besonderen Reisequalität war Segeln lange Zeit eine eher schwer zugängliche Urlaubsform. Wer ein Boot chartern wollte, musste meist über lokale Agenturen gehen, Angebote einzeln vergleichen und sich durch eine Vielzahl von Charterfirmen arbeiten.
Auch organisatorisch ist ein Törn komplexer als eine klassische Reise: Bootstypen, Kabinenanzahl, Skipperpflicht, Versicherungen, Kautionen oder Zusatzleistungen spielen eine Rolle. Viele Reisende, die sich grundsätzlich für einen Segelurlaub interessieren, schrecken daher zunächst vor der Planung zurück.
In den letzten Jahren hat sich dieser Bereich jedoch verändert. Wie in vielen anderen Bereichen des Reisens versuchen auch hier digitale Plattformen, Angebote transparenter zu machen und den Buchungsprozess zu vereinfachen. Eine der bekanntesten Plattformen in diesem Bereich ist Boataround.
Was ist Boataround? Eine Buchungsplattform für Yachtcharter weltweit
Boataround wurde 2016 gegründet. Das Konzept dahinter ist simpel: Ein Boot zu chartern soll ähnlich unkompliziert sein wie die Buchung eines Hotels. Gründer sind Pavel Pribiš (CEO) und Jana Escher (COO), die sich 2011 bei Booking.com kennenlernten. Nach mehreren Jahren Erfahrung in der Reisebranche beschlossen sie, eine eigene Buchungsplattform für Yachtcharter aufzubauen.
Heute gehört Boataround zu den großen digitalen Marktplätzen für Yachtcharter. Laut Unternehmensangaben sind über die Plattform mehr als 27.000 Boote in über 105 Ländern buchbar, verteilt auf mehrere tausend Destinationen weltweit. Die Plattform betreibt Büros in Berlin, Bratislava, Barcelona, Athen, Split und mehreren weiteren Städten.
Für Reisende funktioniert die Plattform im Grunde wie ein Vergleichsportal: Charterfirmen und Flottenbetreiber listen ihre Boote, Nutzer können Angebote filtern, vergleichen und direkt anfragen. Auf der Website finden sich unter anderem umfangreiche Fotogalerien, technische Daten zu den Booten sowie Bewertungen früherer Charterkunden.
Boataround bietet unter anderem:
- eine große Bilddatenbank mit echten Bootsfotos
- detaillierte technische Daten zu den Yachten
- Bewertungen früherer Charterkunden
- eine mehrsprachige Kundenbetreuung
Nach Angaben des Unternehmens existieren inzwischen mehrere zehntausend verifizierte Nutzerbewertungen, die Reisenden bei der Auswahl helfen sollen.
Wie Yachtcharter über Boataround funktioniert
Auch wenn der Gedanke, ein Boot zu mieten, zunächst komplex wirkt, folgt der Ablauf einer klaren Struktur.
Am Anfang steht die Auswahl eines Reviers. Reisende geben auf der Plattform ein Zielgebiet und den gewünschten Reisezeitraum ein – zum Beispiel eine Woche in Kroatien, Griechenland oder der Türkei.
Die Suchergebnisse zeigen anschließend verfügbare Boote, die nach verschiedenen Kriterien gefiltert werden können:
- Preis
- Anzahl der Kabinen
- Baujahr und Größe
- Ausstattung
- Bewertungen anderer Nutzer
Zu jedem Boot gibt es eine Detailseite mit Fotos, technischen Informationen und Angaben zur Charterfirma.
Hat man ein passendes Schiff gefunden, folgt eine unverbindliche Anfrage. Die Plattform klärt anschließend mit dem Charterunternehmen vor Ort, ob das Boot tatsächlich verfügbar ist. Danach erhalten Reisende ein verbindliches Angebot inklusive Chartervertrag und Zahlungsinformationen.
Kunden können per Kreditkarte oder Banküberweisung zahlen. In vielen Fällen ist eine Anzahlung fällig; die Restzahlung erfolgt meist 30 bis 60 Tage vor Abreise. Einige Charterfirmen verlangen „Transitlog“‑Gebühren für Endreinigung, Gas und Bettwäsche.
Zusätzlich wird bei der Übergabe im Hafen meist eine Kaution hinterlegt, die nach der Rückgabe des Bootes wieder freigegeben wird – sofern keine Schäden entstanden sind. In vielen Fällen ist es möglich, die Kaution auf einer Kreditkarte zu blockieren. Über Boataround kann zusätzlich auch eine Kautionsversicherung abgeschlossen werden.
Abholung und Rückgabe der gebuchten Yacht
Der eigentliche Check-in findet dann vor Ort in der Marina statt. Dort werden Boot und Ausrüstung gemeinsam überprüft, und die Crew erhält eine Einweisung in Technik und Sicherheit. Kunden legen einen gültigen Boots-/Segelführerschein und teilweise ein Funkzeugnis vor – welche Lizenzen genau erforderlich sind, ist bei jedem Bootsprofil vermerkt. Einige Boote sind auch ohne Führerschein mit Skipper buchbar. Extras wie die Mitnahme von Haustieren können zusätzlich gebucht werden.
Nach dem Törn folgt der Check-out ebenfalls in der Marina. Dabei wird das Boot erneut kontrolliert und die Kaution – sofern keine Schäden entstanden sind – wieder freigegeben. Sollten Schäden entstanden sein, werden diese von der Kaution abgezogen. Bei Abschluss einer Kautionsversicherung läuft eine Schadensregulierung direkt über die Versicherung.
Segelboot, Katamaran oder Hausboot – Diese Optionen gibt es
Wer sich näher mit Yachtcharter beschäftigt, merkt schnell, dass es nicht „das eine“ Boot gibt.
Die klassische Variante ist die Segelyacht, auch Monohull genannt. Sie eignet sich besonders für kleinere Crews und sportliche Segler und verfügen über 1 bis 5 Kabinen.
Sehr beliebt sind inzwischen auch Katamarane. Durch ihre zwei Rümpfe bieten sie viel Platz und liegen besonders stabil im Wasser – ein Vorteil für Familien oder größere Gruppen.
Darüber hinaus gibt es folgende Bootstypen:
- Motoryachten, die eher auf Geschwindigkeit und Komfort ausgelegt sind, aber auch einen höheren Kraftstoffverbrauch haben
- Gulets, traditionelle Holzschiffe, häufig mit Crew und vor allem in der Türkei und Kroatien verfügbar
- Hausboote, die vor allem in Binnenrevieren unterwegs sind, z. B. französische Kanäle oder die Mecklenburgische Seenplatte; können oft führerscheinfrei gesteuert werden.
Auch bei der Art des Charters gibt es Unterschiede:
- Wer einen Segelschein besitzt, kann ein Boot meist als Bareboat-Charter selbst führen.
- Skipper-Charter – Ein professioneller Skipper wird hinzugebucht; ideal für Urlauber ohne Segelschein oder mit wenig Erfahrung.
- Crewed-Charter – Zusätzlich zum Skipper ist eine Crew an Bord, in manchen Fällen ist sogar ein Koch und eine Hostess möglich, wenn man besonders komfortabel unterwegs sein möchte.
Was Boataround von anderen Charterplattformen unterscheidet
Zukünftige Innovationen – Laut Investorenmeldung 2025 plant Boataround einen mobilen App‑Release, digitale Check‑ins zur Reduzierung von Papierkram und Wartezeiten und die Einführung von Pauschalreisen.
Angebot & Preisversprechen – Mit über 27.000 Booten in mehr als 100 Ländern bietet Boataround eine sehr große Auswahl. Die Plattform vergleicht nach eigenen Angaben täglich 10 Mio. Angebote und verspricht „Bestpreis‑Garantie“ und keine Buchungsgebühren.
Verifizierte Partner & Kundenbewertungen – Boataround prüft nach eigenen Angaben Charterfirmen und weist ihnen Bewertungen zu (26.180 Yacht‑Reviews). Dies soll Transparenz schaffen und unseriöse Anbieter fernhalten.
Mehrsprachiger Service & 24/7‑Unterstützung – Die Website ist in über 20 Sprachen verfügbar, Beratung per Telefon/Chat erfolgt laut Kundenbewertungen oft auf Deutsch, Englisch oder regionalen Sprachen.
Flexible Extras & Versicherung – Optional können Kunden Kautions- oder Reiserücktrittsversicherungen abschließen; Early‑Check‑in, Sicherheitspakete und Skipperdienste sind zubuchbar.
Boataround Erfahrungen von Nutzern
Viele Bewertungen heben vor allem den relativ unkomplizierten Buchungsprozess hervor. Nutzer berichten von einer übersichtlichen Website, einer großen Auswahl an Booten und einer hilfreichen Kundenbetreuung bei Fragen rund um den Charter.
Auch die Möglichkeit, verschiedene Angebote miteinander zu vergleichen, wird häufig als Vorteil genannt. Gerade für Reisende, die zum ersten Mal einen Segelurlaub planen, kann das eine hilfreiche Orientierung sein.
Neben vielen positiven Erfahrungen wird in Einzelfällen auch über Schwierigkeiten im Zusammenspiel zwischen Plattform und Charterfirmen berichtet, etwa wenn Zahlungsprozesse nicht reibungslos ablaufen. Der Grund liegt häufig in der Struktur dieser Reiseform: Zwischen Buchung und tatsächlichem Törn sind mehrere Beteiligte involviert – Plattform, Charterunternehmen, Marina und Crew – deren Abläufe aufeinander abgestimmt sein müssen.
Für Reisende bleibt daher immer wichtig, Verträge genau zu lesen, Bewertungen zu prüfen und sich vorab über Versicherungen und Zahlungsmodalitäten zu informieren.
Yachtcharter: Zahlen, Marktrends & Fakten
Bootsgröße – Mittlere Boote zwischen 40 und 46 Fuß waren am gefragtesten, denn sie bieten ausreichend Platz und sind noch gut zu manövrieren.
Beliebtestes Boot 2025 – Laut Boataround‑Marktbericht war der Katamaran Lagoon 42 das meistgebuchte Boot des Jahres. Das Durchschnittsalter der gemieteten Yachten lag bei etwa sechs Jahren und knapp die Hälfte der Boote war fünf Jahre oder älter.
Reiseziel‑Ranking – Kroatien blieb 2025 das beliebteste Charterziel, während Griechenland und die Türkei stark aufholten.
Segeln als Slow-Travel-Erlebnis
Ein Törn verändert die Wahrnehmung von Entfernungen und Zeit. Statt von Ort zu Ort zu springen, bewegt man sich langsam entlang einer Küste. Zwischen zwei Häfen liegen vielleicht nur zehn oder zwanzig Seemeilen – genug Zeit, um unterwegs zu baden, zu ankern oder einfach nur den Wind zu nutzen.
Viele Reisende berichten, dass gerade diese Langsamkeit den größten Reiz ausmacht. Das Leben an Bord ist einfacher als an Land. Wasser und Energie sind begrenzt, Vorräte müssen geplant werden, und jede Entscheidung hängt ein Stück weit vom Wetter ab.
Diese Reduktion verändert oft auch die Wahrnehmung der Umgebung. Gleichzeitig spielt beim Segeln zunehmend auch der Gedanke der Nachhaltigkeit eine Rolle. Ein großer Teil der Strecke wird durch Windkraft zurückgelegt, während Motoren meist nur bei Bedarf eingesetzt werden. Moderne Charterflotten setzen zudem immer häufiger auf energieeffiziente Technik, Solarpaneele oder Hybridantriebe an Bord.
Auch das Verhalten der Crew hat Einfluss auf die ökologische Bilanz eines Törns: Wasser sparsam nutzen, Müll vermeiden oder sensible Küstenabschnitte respektieren gehören zu den einfachen Dingen, die einen Unterschied machen können.
Dazu kommt der Zugang zu Orten, die auf dem Landweg schwer erreichbar sind: kleine Buchten, abgelegene Inseln oder Fischerdörfer entlang der Küste.
Gerade in Regionen wie Kroatien, Griechenland oder der Türkei gehört es zum Alltag eines Törns, unterwegs lokale Märkte zu besuchen, frischen Fisch direkt im Hafen zu kaufen oder den Abend in einem kleinen Küstenrestaurant ausklingen zu lassen. Wer länger in einer Region unterwegs ist und sich auf das Leben entlang der Küste einlässt, unterstützt dabei oft ganz automatisch lokale Produzenten und kleine Betriebe.
Viele Segler empfinden genau diese Mischung aus Natur, Bewegung und Selbstorganisation als das eigentliche Erlebnis eines Segelurlaubs.
Für wen sich ein Segelurlaub eignet
Ein Segeltörn passt nicht zu jeder Reiseplanung. Er verlangt ein gewisses Maß an Flexibilität – und manchmal auch Geduld, wenn Wind oder Wetter andere Pläne haben. Gleichzeitig eröffnet er Möglichkeiten, die klassische Urlaubsformen kaum bieten.
Ein Yachtcharter kann interessant sein für:
- erfahrene Segler, die ein eigenes Boot führen möchten
- Freundesgruppen oder Familien, die gemeinsam unterwegs sein wollen
- Reisende, die Küstenregionen intensiver & langsamer erleben möchten
- Urlauber ohne Segelschein, die entspannt mit Skipper reisen wollen
Auch Binnenreviere spielen dabei eine Rolle. In Regionen wie Frankreich, den Niederlanden oder auf der Mecklenburgischen Seenplatte sind Hausboote eine vergleichsweise entspannte Möglichkeit, sich mit dieser Art des Reisens vertraut zu machen.
FAQ: Boataround und Yachtcharter
Boataround ist eine Online-Plattform, über die sich weltweit Segelboote, Katamarane und Yachten mieten lassen. Reisende können verschiedene Boote vergleichen, Verfügbarkeiten prüfen und ihren Segelurlaub online buchen.
Nicht unbedingt. Viele Boote können auch mit Skipper gebucht werden. In diesem Fall übernimmt ein erfahrener Kapitän die Navigation, während die Gäste sich ganz auf das Reiseerlebnis konzentrieren können.
Über die Plattform lassen sich Boote in vielen beliebten Segelregionen buchen, zum Beispiel im Mittelmeer, in der Karibik oder in Kroatien und Griechenland. Je nach Revier stehen unterschiedliche Bootstypen und Routen zur Auswahl.
Die Preise hängen stark von Region, Saison, Bootsgröße und Ausstattung ab. Während kleinere Segelboote in der Nebensaison vergleichsweise günstig sein können, kosten große Katamarane oder Yachten in der Hauptsaison entsprechend mehr.
Der Segeltourismus hat sich in den letzten Jahren verändert. Digitale Plattformen wie Boataround haben dazu beigetragen, Yachtcharter transparenter und zugänglicher zu machen. Segeln ist eine Art des Reisens, bei der der Weg nicht nur Mittel zum Zweck ist, sondern ein Teil der Erfahrung. Wahrscheinlich ist genau das der Grund, warum viele Menschen nach ihrem ersten Törn immer wieder aufs Wasser zurückkehren.
Dieser Artikel ist eine Kooperation mit boataround.com/de. Das Bildmaterial wurde zur Verfügung gestellt.