Ephesus in der Türkei – Wenn Steine reden könnten

Bildergalerie & praktische Informationen

Ephesus in der Türkei
Celcusbibliothek

Ephesus in der Türkei ist eine der berühmtesten Ausgrabungsstätten der antiken Welt. Als ich das lese, tauchen vor meinem inneren Augen sofort drängelnde Reisegruppen mit Selfie-Sticks auf. Die Touristenfalle-Warnlampe leuchtet auf und mein Fluchtzentrum wird aktiviert. Nachdem ich die Anlage selbst besucht habe, muss ich jedoch gestehen:

Im Fall von Ephesus ist der Hype gerechtfertigt.

Die Stadt war eine der ältesten, größten und bedeutendsten Metropolen Kleinasiens. Wenn Steine reden könnten, würden sie von der Pracht und dem Trubel in der antiken Stadt berichten. In der riesigen Anlage wird Geschichte wieder zum Leben erweckt. Ich brauche nur kurz die Augen zu schließen, um mir vorzustellen, wie die Menschen von damals durch die Straßen flanierten und ihren Geschäften nachgingen.

Ephesus in der Türkei – Eintrittspreise & Öffnungszeiten

Der Preis für den Eintritt liegt bei ca. 10 EUR (40 TL). Die Hanghäuser kosten noch mal extra Eintritt, es lohnt sich aber in jedem Fall, sie zu besuchen.

Im Sommer (April – Oktober) können von 8 – 18.30 Uhr Tickets gekauft werden, die Anlage ist von 8 – 19 Uhr geöffnet. Im Winter (November – März) werden Tickets von 8 – 16.30 Uhr verkauft und die Anlage ist von 8 – 17 Uhr geöffnet

Wir haben unser Tour durch die Anlage vom Nebeneingang aus gestartet.

Die Hanghäuser in Ephesus

Vom Nebeneingang kommend befinden sich links an den Berg geschmiegt die Hanghäuser, ein Komplex von Stadtvillen, die von wohlhabenden Bürgern bewohnt wurden. Geschützt ist das ganze Areal von einer Überdachung. Für die Besichtigung muss man zusätzlichen Eintritt bezahlen, der sich jedoch unbedingt lohnt.

Gleich beim Betreten ist zu sehen, dass die Ausgrabung und Aufarbeitung der Fundstücke längst nicht abgeschlossen ist. Überall sieht man Kisten mit Fragmenten und große Arbeitstische mit Mosaikteilen und Scherben.

Über Treppen und Stege kann man das Gelände von oben besichtigen und hat durch die Glasböden einen sehr guten Überblick. Von dort kann man die ehemaligen Wohnräume, Bäder und Festsäle bewundern, überall sind Wandmalereien und wunderschöne Bodenmosaike zu sehen.

Ephesus in der Türkei – Planung des Besuches

Ich war einen guten halben Tag in der Anlage unterwegs und war hinterher total erschlagen: von der Hitze und von den unheimlich vielen Eindrücken. Eigentlich kann man hier locker zwei Tage verbringen und entdeckt immer wieder Neues. Man ist schnell überfordert, weshalb es in meinen Augen Sinn macht, sich im Vorfeld ein wenig mit der Anlage auseinander zu setzen und für sich zu entscheiden, wofür man sich besonders interessiert.

Eines der Highlights ist ohne Frage die Celsiusbibliothek, deren Fassade in den 70er Jahren von österreichischen Archäologen wiederhergestellt wurde.

Ausrüstung für den Besuch

Unter wirklich gar keinen Umständen sollte man vergessen, sich gegen die Sonne zu schützen. Ich habe einige Besucher gesehen, die in der Hinsicht sehr nachlässige waren. Man läuft permanent durch die Sonne und durch die hellen Steine wird die UV-Strahlung noch zusätzlich reflektiert. Es wird gerade im Sommer sehr heiß und Schatten ist Mangelware.

Meine Empfehlungen

→ Für den Rundgang möglichst die Mittagszeit meiden. Besser möglichst früh oder am späten Nachmittag die Anlage besuchen. Finde ich persönlich auch schöner, weil das Licht zum Fotografieren weniger hart ist.

→ Ausreichend Trinkwasser mitnehmen.

→ An Sonnenschutz denken: hohen Lichtschutzfaktor, Kopfbedeckung, Sonnenbrille und leichte, hautbedeckende Kleidung

P. S. Wer zum Schluß noch Energie übrig hat, kann sich am Haupteingang eine echte Fake Watch besorgen. Viel Spaß beim Shoppen! 😉 


Diese Recherchenreise wurde von Oeger Tours unterstützt. Meine Berichterstattung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Lesetipp: Ich bin trotz der jüngsten politischen Entwicklung in die Türkei geflogen. Warum, kannst du in meinem Artikel Türkei – hinreisen oder besser nicht nachlesen.

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6 Kommentare

  1. Ich war als Kind einmal dort, daher ist es mir nur noch bruchstückhaft in Erinnerung. An die Mosaike kann ich mich noch gut erinnern und ich weiß, dass ich es damals schon sehr beeindruckend fand. Ich hatte damals einen kleinen abgebrochenen Henkel (vielleicht von einer Tasse und ca. 2 cm groß) gefunden. Ich nahm ihn heimlich mit (ja ich weiß, Asche über mein Haupt, aber ich war 7 und niemand hat es gesehen…). Den Henkel habe ich immer noch! Vielleicht hatte ich damals schon beschlossen etwas mit Archäologie zu machen…wer weiß.

    • Oh, dann war das sozusagen eine wegweisende Erfahrung. Wie toll!

      Damals haben sie es ja mit den „Souvenirs“ glaube ich nicht so eng gesehen. Und als Kind macht man sich da ja eh‘ keine Gedanken. So ein Mini-Stück finde ich auch eher harmlos.

      Heute sieht man das anders – und wahrscheinlich auch zu Recht. Wer weiss, was die vielen Touristen sonst teilweise mitschleppen würden…

  2. Mich hat Ephesus auch schwer beeindruckt. Nebst der Anlage oberhalb von Pamukkale finde ich Ephesus eine der spannendsten antiken Stätte in der Türkei. Bei meinem Besuch im Herbst vor bald zwei Jahren war sie sehr gut besucht. Allerdings verteilte sich das dank ihrer Weitläufigkeit ziemlich gut. Ich kann mir aber vorstellen, dass es seit dem Tourismuseinbruch nun doch sehr viel leerer geworden ist.

    • Es war schon was los in der Anlage – vor allen Dingen auch viele asiatische Gäste – aber ich habe natürlich keine Vergleichsmöglichkeit. Kann gut sein, dass der Ansturm noch harmlos war…

      Wenn du antike Stätten magst, kann ich dir unbedingt Sardes in der Nähe von Izmir empfehlen. Da sind die Zufahrtsstraßen nicht für Busse geeignet. Wundervolle, sehr beeindruckende Anlage – und quasi menschenleer. Nicht so riesig, wie Ephesus – aber auch ein echtes Highlight.

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