Was macht man auf der Insel Samos? Die malerischsten Städte & Ortschaften

was macht man auf Samos

Was macht man auf der Insel Samos? Trubel sucht man vergeblich, aber genau diese Ruhe hat mich besonders fasziniert. Das ist nicht nur in der Natur zu spüren, sondern auch in den Städtchen. Kein Mensch hetzt hier durch den Tag, in dem mühsamen Versuch, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun. Inselleben – das ist Single Tasking. Die Einwohner leben es vor und schon bald ist man als Gast geneigt, sich davon anstecken zu lassen.

Ein unbeschwertes, gedankenloses „In-den-Tag-hinein-leben“ ist dann Aufgabe genug, der man sich von morgens bis abends hingeben kann. Lange frühstücken, in Büchern blättern, im Meer baden, Spaziergänge machen und Eidechsen beobachten, die über die sonnenbeschienen Wege huschen. Sobald die Sonne spektakulär im Meer versinkt, sitzt man in einer Taverne und lässt die Menschen auf der Straße an sich vorüber ziehen. Wenn man das ein paar Tage betreibt, kann man förmlich spüren, wie die innere Unruhe einem entspannten Wohlbefinden weicht.

Was macht man auf der Insel Samos?

Meine Lieblingsorte auf Samos sind Pythagório, Kokkári und Mytiliní. In Pythagório sind vergleichsweise viele Touristen unterwegs, aber selbst dort hatte ich nicht den Eindruck, dass der Fremdenverkehr zur alles beherrschenden Größe geworden ist. Kokkári ist die stille Perle im Norden, wo man kreuz und quer durch die Gassen laufen kann und sich an den üppig begrünten Häusern freuen kann. Versteckt im Inneren von Samos liegt Mytiliní, wo kaum Fremde unterwegs sind und die Griechen mit Bedächtigkeit ihrem Tagesablauf nachgehen.

Kokkári – Die Perle im Norden

Der schönste Ort im Norden ist ohne Zweifel Kokkári. Mehr Dorf als Stadt schmiegt sich die kleine Siedlung an die Küste. Blumenüberwucherte Häuschen, schmale Gassen und eine geschwungene Hafenbucht prägen das Bild. Still ist es in der mittäglichen Hitze. Die Badegäste dösen unter ihren Sonnenschirmen am Strand, ein Mann steht am Strand und schaut unverwandt auf’s Meer. Ein Schwarm Fische erkundet das Hafenbecken. Als ein Kellner in einer anliegenden Tavernen unser Interesse sieht, wirft er für uns ein Stück Brot ins Wasser. In Sekundenschnelle drängen sich die Fische um den Brocken und zerreißen ihn in kleine Stücke. Dann tritt wieder Ruhe ein in Kokkári.

Tipp: Eine Alternative zu den Tavernen im Hafen bietet die westliche Strandstraße, wo es kleine Bars und Cafés gibt, in denen man den Nachmittag verbummeln kann, z. B. das Café del Mar oder das Reef Café.

Pythagório – Das malerische Hafenstädtchen im Südosten

Hauptanziehungspunkt im Süden ist das jahrtausendealte Städtchen Pythagório. Der Tourismus hat hier historische Dimensionen, denn schon Kleopatra soll zum Ausspannen die Insel besucht haben. Heute sorgt der nahe Flughafen für einen steten Besucherstrom und bringt Kundschaft für die zahlreichen kleinen Boutiquen, Autovermieter, Restaurants und Bars. Mittelpunkt ist der geschäftige Hafen, in dem sich Boote und schicke Segelyachten wiegen und sich an der Uferstraße eine Taverne an die andere reiht.

Bei einem süßen Wein aus getrockneten Trauben (unbedingt empfehlenswert), kann man nachmittags die Boote beobachten, die von ihren Ausflügen zurück kommen. Sehnsüchtig erwartet werden die Heimkehrer auch von den Hafenkatzen, die schon wissen, dass der Skipper ihnen ein paar kleine Fische als Leckerbissen mitbringt.

Tipp: Ein kleiner Spaziergang führt hoch zum Kastell im westlichen Teil der Stadt, wo sich auch eine Kirche und ein marmorweißer, kleiner Friedhof befinden. Im sanften Spätnachmittagslicht hat man einen weiten Blick über das Meer. Überhaupt lohnt es sich, abseits der Hauptstraßen in die kleinen Gässchen abzubiegen und ein wenig zu flanieren. Nur wenige Straßenzüge abseits der Touristenströme spielt sich das griechische Alltagsleben ab. Es wird gespielt, gelacht und mit der Familie zu Abend gegessen. Alte Frauen sitzen vor ihren Häusern und Katzen schlafen auf den warmen Steinmauern.

Das beste Eis gibt es im Two Spoons in Pythagório, etwas versteckt am nordöstlichen Ende des Hafens. Auch hervorragender Kaffee, Smoothies, Desserts, Kuchen – alles, was sich Naschkatzen nur wünschen können. Dabei noch sehr stylisch aufgemacht.

Ebenfalls sehr lecker: Das Storia Dolce mit einer großen Auswahl an verschiedenen Sorten.

Mytiliní – authentisches Dorfleben

Weitaus weniger stylisch, aber dafür sehr beschaulich und authentisch ist der Besuch des kleinen Orts Mytiliní von Pythagório weiter landeinwärts nach Norden gelegen. Nach einem Bummel durch das Dorf landet man fast automatisch auf dem schattigen Dorfplatz, auf dem man unter Platanen sitzen, lesen und die Einheimischen beobachten kann.

Tipp: Es gibt einen Samos Guide, den man auch als kostenlose App auf sein Smartphone laden kann. Mehr Informationen dazu gibt es auf www.samos-guide.com.


Meine Reise nach Samos wurde von TUI DEUTSCHLAND unterstützt. Meine Meinung über die Insel ist dadurch nicht beeinflusst worden. 

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2 Kommentare

  1. So ca. 1980 sind eine Freundin und ich um Samos gewandert. 120 km teils die Küste entlang, teils durch’s Land. Schön zu sehen, dass es heute immer noch so ruhig und malerisch ist. Vor allem Mytilini konnte ich sofort wiedererkennen. Vielen Dank für die schönen Fotos. LG, Karoline

    • Oh, da habt ihr aber ganz intensiv die Insel erkundet, toll! Freut mich zu hören, dass sich so wenig verändert hat. Ganz lieben Dank für deinen Kommentar & viele Grüße!

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