Johannesritt – Auf dem Pferderücken durch die Mühlviertler Alm in Österreich

Wanderreiten in Oberösterreich

[Individuelle Presseeinladung nach Oberösterreich] Für Pferde habe ich mich schon als kleines Kind in Weimar begeistert und es stand für mich immer fest: ich werde einmal selbst mit Pferden zu tun haben. Letztendlich angefangen habe ich mit dem Reiten dann erst mit Anfang Dreißig, um schnell festzustellen, dass sich der klassische Reitunterricht in der Halle für mich überhaupt nicht richtig anfühlt. Als ich dann zum ersten Mal mit Wanderreiten in Berührung kam, war ich sofort Feuer und Flamme. Mit dem Pferd draußen in der Natur unterwegs zu sein. Lange Ritte in allen Gangarten, das war genau das, was ich immer wollte.

Auch heute nutze ich jede Gelegenheit auf Reisen, um Reiten zu gehen. Beim Sahara-Festival in Douz mit den vielen ambitionierten Reiter habe ich meine alte Leidenschaft wieder neu entdeckt und mittlerweile reite ich bei meinen Tunesien-Trips so oft es nur geht.

Als ich im Frühjahr davon höre, dass man seit 2018 den Johannesritt auf der Mühlviertler Alm in Oberösterreich machen kann, will ich das unbedingt ausprobieren. Bei einem fünftägigen Rundritt legt man eine Strecke von 110 km zurück und kann 12 Stationen besuchen. Mit Britta vom Looping Magazin mache ich mich auf dem Weg, um bei Sternritten an zwei Tagen zumindest einen kleinen Eindruck vom Johannesritt zu bekommen.

Unterwegs im Pferdesattel – Mehr Meditation geht nicht

Mein Blick ist nach vorne gerichtet auf dem Waldweg, zwischen zwei Pferdeohren hindurch. Der Westernsattel knarrt bei jeder Bewegung. Reiten ist für mich pure Meditation. Viel mehr noch als Yoga und jede andere Sportart. Ich bin ganz bei mir, passe mich der Bewegung des Pferdes an, lasse meine Gedanken schweifen, bis mein Kopf irgendwann einfach nur leer und ruhig ist.

Mein Blick geht über die hügelige Landschaft um mich herum, die in goldene Herbstsonne getaucht ist. Der Weg führt uns durch den Wald und über Wiesen, vorbei an historischen Wegpunkten und kleinen Ortschaften. Bergaufwärts und bergabwärts laufen unsere Pferde selbst steile und steinige Pfade trittsicher und ohne jedes Zögern. Sie sind das Gelände gewöhnt und kennen das weitläufige Reitwegenetz. Ich fühle mich ein paar Jahrhunderte zurück versetzt, als das Reisen zu Pferd noch selbstverständlich war.

Pro Tag sind wir rund fünf bis sechs Stunden im Sattel und machen um die Mittagszeit Rast in einer der urigen Gasthäuser. Österreichische Hausmannskost wie Spinatknödel und Topfenstrudel sorgen dafür, dass ich mich satt und ein wenig träge nach der Essenspause wieder auf mein Pferd setze, das mir direkt beim Galopp beweist, wie viel Power es noch hat. Bei der langen Galoppstrecke geben die Pferde alles und legen sich mit Vollgas in die Kurve. Ich bin schwer beeindruckt, was für eine Kraft in den Tieren steckt.

Unterbringung im Wanderreithof Heimelsteiner

Der Wanderreithof Heimelsteiner liegt im südlichen Teil der Mühlviertler Alm mit direkten Anschluss an das größten Reitwegenetz Europas. Schon unsere zwei Reittage reichen aus, dass ich mich mit meiner Stute richtig verbunden fühle und gar nicht das Gefühl habe, mit einem Leihpferd unterwegs zu sein. Eigentlich könnte ich ewig so weitermachen. Morgens nach dem Frühstück hole ich sie aus dem Offenstall, um sie zu putzen und zu satteln. Spätnachmittags nach unserer Rückkehr freut sie sich auf ihr Futter und ich mich auf eine heiße Dusche und ein ausgedehntes Abendessen.

Der familiäre Umgang auf dem Wanderreithof sorgt dafür, dass ich mich schnell wie zu Hause fühle. Die Gästezimmer sind mit hellem Zirbenholz sehr modern und zurückhaltend eingerichtet. Sowohl morgens als auch abends gibt es zur Verpflegung ein kleines Buffet mit regionaler Küche. Nach dem Abendessen lässt man den Tag bei einem guten Glas Rotwein ausklingen. Danach fällt man müde in sein Bett, um dann am nächsten Morgen wieder in den neuen Reittag zu starten.

Hier sind alle Informationen über den Wanderreithof Heimelsteiner zu finden.

Wanderreiten in der Mühlviertler Alm & Johannesritt

Die Mühlviertler Alm ist ein Paradies für Pferdebegeisterte. Es gibt 700 km beschilderte Reitwege und 50 Pferdestationen & Reitherbergen, die man ansteuern kann. Der Inbegriff von Slow Travel in einer wunderschönen Landschaft abseits großer Touristenströme.

Entweder reitet man eine Rundtour von Hof zu Hof und lässt sein Gepäck transportieren oder macht alternativ von einem Reithof aus Sternenritte in die Umgebung. Es sind geführte Ausritte mit einem Guide möglich, man kann aber genauso gut auf eigene Faust losziehen.

Die Wanderreitkarte „Mühlviertler Alm – Die größte Wanderreitregion Österreichs“ (inklusive Johannesritt) ist die optimale Orientierungshilfe für die Region, wenn man allein ohne Reitführer unterwegs ist.

Wanderreiten ist auch für Anfänger und Wiedereinsteiger geeignet. Sie können in Begleitung eines erfahrenen Reitführers bei reinen Schrittritten ihre ersten Erfahrungen im Pferdesattel sammeln oder ihre Fähigkeiten auffrischen. Eine spezielle Reitausrüstung ist nicht unbedingt nötig: Jeans ohne drückende Nähte und feste Wanderschuhe reichen aus. Wer mit dem eigenen Pferd anreisen möchte, kann in den Reithöfen Boxen für Gastpferde inklusive Verpflegung buchen. Alternativ können Leihpferde für den Aufenthalt gemietet werden.

Detaillierte Informationen gibt es auf der Website Pferdereich Mühlviertler Alm.


Disclaimer: Ein ganz herzliches Dankeschön an Österreich Werbung und Oberösterreich Tourismus für die Einladung nach Oberösterreich ins Pferdereich „Mühlviertler Alm“.

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