Nachhaltig reisen in der Karibik – Öko-Reisetipps von erfahrenen Reisebloggern

nachhaltig reisen Karibik

Was du hier findest: Öko-Reisetipps von erfahrenen Blogger*innen, die schon in der Karibik unterwegs waren und einige wunderschöne, empfehlenswerte Orte entdeckt haben.


Warum ich diesen Artikel geschrieben habe? Nachhaltiger Tourismus wird zwar zunehmend in der Öffentlichkeit diskutiert und an einigen Stellen auch schon angeboten, steckt aber trotz aller Anstrengungen in den meisten Bereichen noch in den Kinderschuhen.

Auch dieses Jahr war ich wieder auf der ITB, der Internationalen Tourismus-Börse in Berlin. Diese Messe ist riesig und seit vielen Jahrzehnten die Leitmesse der Branche weltweit. Was ich gesehen habe ist „Big Business“ überall. Der „nachhaltige Tourismus“ ist noch ganz deutlich eine Nische – die sich aber noch kräftig entwickelt, wie ich hoffe…

Ich möchte mit diesem Blog helfen, nachhaltige Angebote populärer und leichter auffindbar zu machen. Deshalb möchte ich in Zukunft vermehrt Sammelpost und Gastbeiträge veröffentlichen, in denen auch andere Blogger*innen zu Wort kommen, die Orte kennen, wo ich noch nicht unterwegs war.

Es geht los mit der Karibik.

Curaçao gehört wie Aruba und Bonaire zu den sogenannten ABC-Inseln. Aruba und Curaçao sind autonome Länder innerhalb des Königreichs der Niederlande. Bonaire gehört als besondere Gemeinde direkt zu den Niederlanden.

Morena Eco Resort auf Curaçao

Nachhaltige Konzepte haben auf Curaçao leider noch keinen großen Stellenwert, aber es gibt erste Ansätze. Anika von Ani denkt hat das einzige Eco-Resort der Insel besucht und ausführlich darüber geschrieben.

In ihrem Artikel findest du Informationen über die ökologischen Ansätze des Hotels und die Herausforderungen der Insellage: z. B. sind Mülltrennung und sinnvolles Recycling besonders aufwändig und ist Wasser sparen wegen des Regenmangels zu einer grundlegenden Notwendigkeit geworden.

Aber es geht nicht nur um harte Fakten, denn natürlich berichtet Ani auch über die weitläufige Anlage des Moreno Eco Resorts, das SPA, in dem alle Naturprodukte selbst hergestellt werden – und diesen fantastischen Pool, der mit Salzelektrolyse betrieben wird und deshalb nahezu chlorfrei ist.

Die komplette Review findest du bei Ani denkt.

Foto: Anika Landsteiner / Moreno Eco Resort auf Curaçao

Hofi Cas Cora – Farm-to-Table Projekt auf Curaçao

Ute von Bravebird hat das engagierten “Farm to Table”-Projekt Hofi Cas Cora mitten auf der Insel besucht. Die beiden Inhaber Joshua und Femi kauften 2014 die Farm und begannen, ihre Idee eines „grünen Businessmodells“ umzusetzen.

Unter der Woche bewirtschaften sie den Hof nach biologischen Grundsätzen und kümmern sich um ihre Tiere, die sie teilweise adoptiert haben. Am Wochenende hat „The Eatery“ geöffnet, wo hauptsächlich die auf der Farm erzeugten Produkte verarbeitet werden.

Alles über Utes Eindrücke von Curaçao findest du hier.

Foto: Ute Kranz / Joshua und Femi vom “Farm to Table”-Projekt Hofi Cas Cora

Das BioRock-Projekt auf Curaçao

Ich bin vor einiger Zeit auf Curaçao aufmerksam geworden, weil dort durch Klimaveränderungen und Unwetter die Korallenriffe schon stark angegriffen, manche sogar zerstört sind. Um dagegen etwas zu unternehmen, wurde vor der Westküste ein Projekt gestartet, um mit Hilfe der BioRock-Technologie die Regeneration des dortigen Riffes zu unterstützen.

Das Gebiet, das dem dortigen Tauchanbieter Curaçao Divers gehört, hat vor 10 Jahren ein schwerer Sturm zerstört und das Riff konnte sich danach nie wieder richtig erholen. Gemeinsam mit der Global Cola Rief Alliance, einer weltweiten Organisation zur Rettung von Korallenriffen, wurden die entsprechenden Installationen vorgenommen, damit dort wieder ein Riff entstehen kann.

Hier findest du alle Informationen über das BioRock-Projekt in Curaçao.

bedrohte Korallenriffe
BioRock-Projekt auf Curaçao

Bonaire

Bonaire ist bekannt als Tauchparadies – und als Heimat von drei gefährdeten Seeschildkröten-Arten, die auf der Insel ihre Eier ablegen. Die Sea Turtle Conservation Bonaire setzt sich für den Schutz dieser bedrohten Arten ein und man kann bei der Naturschutzorganisation ein Seeschildkröten-Nest adoptieren.

Leider kann es dir in der Karibik passieren, dass dir Seeschildkröten noch an anderen Stellen begegnen, an die sie nicht gehören: auf der Menükarte von Restaurants, wo sie als „traditionelles Gericht“ angeboten werden. Aber Achtung: Alle Seeschildkrötenarten stehen unter Naturschutz, auch die für Schildkrötensuppe verwendete Grüne Meeresschildkröte. Selbst wenn die Tiere aus irgendwelchen dubiosen Zuchten stammen, trotzdem stehen sie unter internationalem gesetzlichem Schutz! Also verzichtet bitte auf solche Angebote!

Foto: Sea Turtle Conservation Bonaire

Cayman Islands

Die Cayman Islands sind britisches Überseegebiet. Zweifelhaften Ruhm haben die Inseln als Steuerparadies erlangt. Das alles nur, weil 1788 zehn jamaikanische Handelsschiffe vor der Küste Schiffbruch erlitten und sich unter den Geretteten ein Angehöriger des englischen Königshauses befand. Aus Dankbarkeit befreite König Georg III. die Inselgruppe von sämtlichen Steuern und Abgaben – eine Sonderregelung, die bis heute in Kraft ist.

Ein echtes No-Go: Die Stingray City

Es gibt ein paar Attraktionen, zu denen ihr euch nicht überreden lassen solltet. Dazu gehört die Sandbank mit dem bezeichnenden Namen Stingray City, wo täglich Besuchermassen mit den dort heimischen Stachelrochen schwimmen, sie füttern und förmlich von allen Seiten belagern. Teilweise werden dir großen Tiere sogar aus dem Wasser gehoben und geküsst (was angeblich Glück bringen soll). Wer sich mit eigenen Augen überzeugen will, wie es dort zugeht, muss auf Instagram nur nach #stingraycity suchen. Das ist Missbrauch an Wildtieren. Bitte unterstütze solche Angebot auf keinen Fall.

Stingray City auf den Cayman Islands

Wichtigste Grundregel im Umgang mit wilden Tieren: Abstand halten

Wenn du Stachelrochen besser kennenlernen willst, dann beobachtet sie vom Boot oder Strand aus und berühre sie keinesfalls. Als Grundregel für alle tierfreundlichen touristischen Angebote gilt: Der direkte Kontakt von ungeschulten und fremden Menschen zu Wildtieren ist schlichtweg Stress und nicht artgerecht. Schlimmstenfalls verlieren die Tiere dadurch ihre natürlichen Verhaltensweisen, werden möglicherweise aggressiv oder lethargisch und verlernen die Futtersuche, weil sie sich auf die Nahrung durch den Menschen verlassen.

Martinique

Auf Martinique, einem französischen Übersee-Department in der Karibik, findet man europäische Lebensart, gepaart mit warmen Temperaturen, exotischem Flair und karibischem Temperament. Weniger Trubel ist im Norden, wo auch der aktive Vulkan Montagne Pelée liegt, der bei einem großen Ausbruch 1902 die damalige Hauptstadt Saint-Pierre dem Erdboden gleich machte. Bis heute ist diese Region deutlich weniger erschlossen und der Fokus liegt auf Eco-Tourismus mit kleinen, charmanten, inhabergeführten Lodges.

Ingo von Reisewahnsinn war im Maison Rousse in der Nähe des Ortes Fonds-Saint-Denis und schwärmt von der traumhaften Lage inmitten der Abgeschiedenheit des tropischen Regenwaldes. Das kleine Gästehaus mit angeschlossenen Restaurant verfügt über sieben schlichte, liebevoll eingerichtete Zimmer.

Die Hauptattraktion ist die üppige tropische Vegetation der Umgebung, die sich bei Spaziergängen und Wanderungen erkunden lässt. So kann man z. B. entlang des Canal aux Esclaves (Kanal der Sklaven) wandern, der vor über 200 Jahren von Sklaven erbaut wurde, um die Wasserversorgung der alten Inselhauptstadt Saint-Pierre sicherzustellen.

Alle Informationen über das Urwald-Domizil findet ihr bei Reisewahnsinn.

Foto: Ingo Busch / Der Dschungel rund um das Maison Rousse

Guadeloupe

Die Karibik ist hervorragend zur Beobachtung von Walen geeignet. Das Meer zwischen Guadeloupe, (ebenfalls ein französisches Übersee-Department) und Martinique ist einer der Hotspots für Whale Watching. In den warmen Gewässern haben mehrere Pottwal-Familien ihren ständigen Wohnsitz. Die Chancen, die gewaltigen Meeressäuger bei einer Bootstour zu sehen, sind sehr groß. Fast immer entdeckt man auch Delfine, Orcas und Buckelwale.
Leider gibt es auch immer wieder Tourveranstalter, die sich nicht an die Regeln halten und den Sichtungserfolg über das Wohlergehen der Tiere stellen. Informiere dich also vor der Buchung – hier findest du Tipps, wie du einen verantwortungsvollen Whale Watching Anbieter findest. Vermeide vor allen Touren, die damit werben, mit Walen oder Delfinen schwimmen oder tauchen zu gehen. Auch von einem Boot aus sind beeindruckende Sichtungen möglich.
Buckelwale

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