Tipps für einen nachhaltigen Winterurlaub

Winterurlaub

Gastartikel Du freust dich darauf, endlich die ersten Schwünge in den frischen Pulverschnee zu ziehen, einen entspannenden Spaziergang durch die verschneite Winterlandschaft zu unternehmen oder eine rasante Schlittenfahrt zu wagen? Deinen nächsten Winterurlaub kannst du nicht nur ganz nach deinem Geschmack gestalten, sondern auch so, dass er ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit steht. Hier habe ich nützliche Tipps für einen umweltfreundlichen Winterurlaub für dich!

Winterurlaub in der Nähe machen

Skifahren in Kanada, Schlittenfahrt in Finnland oder Weihnachtsmarktbesuch in London? Nein, danke! Du musst nicht erst um die halbe Welt reisen, um einen unvergesslichen Winterurlaub erleben zu können. Bestimmt gibt es auch in deiner (unmittelbaren) Nähe viele tolle Reiseziele, die sich wunderbar für eine kleine Auszeit im Winter eignen.

Denn eine lange An- und Rückreise hat einen maßgeblichen Einfluss auf den CO2-Ausstoß. Vor allem die Wahl des Verkehrsmittels ist hier ausschlaggebend: Wenn du dich etwa dazu entscheidest, in ein Flugzeug zu steigen oder mit dem Auto zu fahren, musst du mit sehr hohen Treibhausgasemissionen rechnen.

Eine Flugreise hat den vergleichsweise größten Einfluss auf die Umweltbilanz (© livv.at).

Nachhaltig Urlaub machen geht anders! Wähle am besten einen Ort aus, der problemlos mit dem Bus oder der Bahn erreichbar ist. So hältst du deinen ökologischen Fußabdruck in puncto An- und Abreise möglichst gering.

Nachhaltiges Skigebiet auswählen

Träumst du von einem Skiurlaub? Oder möchtest du zumindest die Möglichkeit haben, jeden Tag spontan auf zwei Brettern den Berg hinabzufahren? Dann solltest du unbedingt ein nachhaltiges Skigebiet auswählen. Doch wie erkennst du, ob ein Skigebiet tatsächlich umweltfreundlich ist? Hier sind ein paar entscheidende Kriterien:

  • Das Skigebiet ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar – vielleicht gibt es sogar einen kostenlosen Shuttlebus.
  • Es wird (zumindest größtenteils) auf künstlich beschneite Skipisten verzichtet.
  • Das Skigebiet nutzt erneuerbare Energien (z. B. Wasser- oder Sonnenkraft), um Seilbahnen zu betreiben.

Auch gut zu wissen: Wenn du dich für ein kleineres, hoch gelegenes Skigebiet entscheidest, stehen die Chancen gut, dass hier Naturschnee liegt und die Beschneiung mit energiefressenden Schneekanonen somit vermieden werden kann.

Umweltfreundlich übernachten

Um im Winterurlaub ein Zeichen für mehr Nachhaltigkeit zu setzen, spielt auch die Auswahl der Unterkunft eine entscheidende Rolle. Verzichte auf die Übernachtung in einem Luxushotel und entscheide dich stattdessen für eine kleine Pension oder Ferienwohnung. Diese Unterkünfte sind wesentlich umweltfreundlicher als etwa ein mit fünf Sternen gekröntes Luxus-Resort. Und Hand aufs Herz: Ist eine Auszeit in einer bescheideneren Unterkunft nicht vielleicht sogar gemütlicher?

Aber mach dir keine Sorgen, falls an deinem ausgewählten Reiseziel keine Pensionen oder Ferienwohnungen zur Auswahl stehen. Inzwischen gibt es auch an vielen Orten Hotels, die einen nachhaltigen Ansatz verfolgen. Schließlich können sich Hoteliers heute nicht mehr allein mit ihren Sternen brüsten, sondern müssen auch mit einem umfassenden Nachhaltigkeitskonzept punkten – Stichwort: Grüne Hotelrevolution.

Auf nachhaltige Ausrüstung setzen

In deinem Winterurlaub benötigst du natürlich auch die richtige Ausrüstung. Auch hier kannst du etwas Gutes für die Umwelt tun, denn mal ganz ehrlich: Muss es immer das neueste Equipment sein, wenn der offizielle Startschuss für die Wintersaison fällt? Die Antwort darauf lautet ganz klar: Nein! Das sind die beiden Alternativen:

  • Leihe dir aus, was du brauchst. So sparst du nicht nur jede Menge Geld, sondern schonst auch die Umwelt. Mittlerweile gibt es in fast allen Skigebieten und Sportgeschäften vor Ort die Möglichkeit, Sport-Ausrüstung gegen eine Gebühr auszuleihen. Ein großer Vorteil: Wenn du dir die Ausrüstung erst vor Ort ausleihst, könnte Reisen mit leichtem Gepäck nicht einfacher sein.
  • Kaufe gebraucht. Wenn die Ausleihe nicht dein Ding ist, lohnt sich auch ein Second-Hand-Kauf. Zum Beispiel in Facebook-Gruppen oder auf Flohmärkten wird immer wieder gebrauchte, aber trotzdem tadellose Sport-Ausrüstung angeboten.

Verschiedene Winteraktivitäten ausprobieren

Du musst nicht immer den Skilift in Anspruch nehmen, um einen unvergesslichen Winterurlaub zu erleben. Es gibt noch so viele andere Aktivitäten, die die Umweltbilanz rein gar nicht negativ beeinflussen.

Wie wäre es z. B. mit einem schönen Spaziergang durch die tief verschneite Winterlandschaft, eine tolle Schneeschuhwanderung oder ein Fotoshooting inmitten einer beeindruckenden Naturkulisse? Es muss nicht immer Skifahren oder Snowboarden sein – es gibt viele Winteraktivitäten, die 100 % umweltfreundlich sind und dich nicht einen Cent kosten!

Regional essen

Was wäre ein Winterurlaub ohne köstliches Essen? Er wäre bestimmt nur halb so schön! Deshalb dürfen natürlich die Hütteneinkehr nach etwas Sport im Schnee oder der Restaurantbesuch zum Ausklang des Tages auf keinen Fall fehlen.

In puncto Essen kannst du ebenfalls ein klares Zeichen für die Umwelt setzen. Entscheide dich dazu für regionale und saisonale Gerichte und verzichte bewusst auf Fleisch. Wenn du z. B. einen Winterurlaub in den Tiroler Bergen planst, solltest du dir leckere Spinatknödel mit Butter und Parmesan sowie verführerischen Kaiserschmarrn nicht entgehen lassen!

Und wenn du selbst in deiner gemieteten Ferienwohnung aufkochen möchtest, gibt es viele saisonale Gerichte, die dich warmhalten.

Bist du bereit für deinen Winterurlaub?

Sehr gut! Gönne dir eine wohlverdiente Auszeit – und das ganz im Zeichen der Umwelt! Mit diesen Tipps für einen nachhaltigen Winterurlaub kannst du deine freien Tage guten Gewissens in vollen Zügen genießen.


Bei diesem Beitrag handelt es sich um einen Gastartikel von Daniel Schwarz. Daniel ist Autor bei Livv.at, einer digitalen Versicherungsplattform für den schnellen und unkomplizierten Abschluss von Vorsorgelösungen.

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