Sehnsuchtsorte – Wo das Glück unserer Träume greifbar ist

Buchtipp

Sehnsuchtsorte

„Ihre klangvollen Namen wecken Sehnsüchte: Sansibar, Marrakesch, Samarkand, Timbuktu oder Florenz. Namen, die einen Hauch von Geheimnis und Magie in sich tragen. Wer kann beim Klang solch magischer Namen nicht wissen wollen, was es mit diesen Orten und Landschaften auf sich hat. Wie kommt es, dass manche Namen uns so faszinieren und wir uns nach diesen Orten sehnen? Und welche Geschichten und Bilder sind hinter diesen Namen verborgen?“

Mit diesen Worten beginnt Achill Moser sein Buch „Sehnsuchtsorte“ und ich kann nur bei jedem Satz nicken. So wie ich als Kind die historischen Bücher und Afrika-Bildbände meines Vaters verschlungen habe, hat Achill sich in der Bibliothek seines Großvaters in die Ferne geträumt. Was für eine unbändige Kraft doch das geschriebene Wort hat, wie gut Bilder das Fernweh schüren können.

Bei mir kam noch dazu, dass ich in der DDR aufwuchs. Ferne Länder waren im Arbeiter- und Bauernstaat blanke Utopie. Niemand hätte sich öffentlich dazu geäußert, um nicht als verdächtig und dem Kommunismus abtrünnig zu erscheinen. Wer im privaten Kreis darüber sprach, erntete eine Mischung aus Mitleid und Verständnis. Ich bin mir sicher, dass diese Erfahrungen der Grund dafür waren, die Sehnsucht, nach der großen, weiten Welt zu wecken. Mehr noch, den Willen dafür zu entfachen, diese Orte tatsächlich mit eigenen Augen zu sehen – nicht nur in Büchern.

Seelenverwandte Bücher- und Reisefreunde

Damit war ganz klar, dass Achill und ich einfach ganz ähnlich empfinden. Nach der inneren Verbrüderung habe ich mich von ihm zu seinen Sehnsuchtsplätzen führen lassen, bin mit ihm in Kenia gewandert, durch die Weite der Mongolei gestreift und habe die Zugspitze erklommen. Ganz wunderbar finde ich dabei seine bildhafte, emotionale Sprache, den Respekt und die Faszination in seinen Berichten. Das Reflektieren über seine Sehnsüchte und ganz zum Schluss auch das Eingeständnis, das zum Reisen auch das Zuhausesein gehört. Eine Erkenntnis, zu der er (und ich) erst nach vielen Jahren der Rastlosigkeit gelangt sind.

Mein Fazit

SehnsuchtsorteUnbedingte Empfehlung für alle, die sich an der Schönheit und Vielfalt dieser Welt freuen. Für alle, die nicht genug bekommen können von fernen Ländern und persönlichen Reiseberichten. Jeder Sehnsuchtsort ist auch gleichzeitig ein Denkzettel, uns dem zu stellen, was in unserer Seele brennt. Denn am Ende des Lebens werden wir uns bestimmt nicht an die vielen gemütlichen Abende auf der Couch erinnern.

Alle Informationen auf einen Blick: „Sehnsuchtsorte – Wo das Glück unserer Träume greifbar ist“ von Achill Moser*, ISBN-13: 978-3-455-00054-2, erschienen bei Hoffmann und Campe / Atlantik Verlag. Der Preis liegt bei EUR 22,00.


Das Rezensionsexemplar wurde mir kostenfrei vom HOFFMANN UND CAMPE VERLAG zur Verfügung gestellt. Den Inhalt dieses Artikels hat das nicht beeinflusst. Dieser Beitrag ist keine Werbung und ich wurde für die Veröffentlichung nicht bezahlt.

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4 Kommentare

  1. Mein Lieblingssatz des Artikels: Denn am Ende des Lebens werden wir uns bestimmt nicht an die vielen gemütlichen Abende auf der Couch erinnern.

    • Danke, Ute! Das sage ich mir selbst immer, wenn ich überlege: „soll ich dies oder jenes vielleicht einfach machen?!“… Die Antwort lautet dann fast immer: „JA!“ 😀

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