Abwechslungsreiche Bergtage in St. Anton am Arlberg

St. Anton

St. Anton am Arlberg ist eines der bekanntesten Skigebiete der Welt. Da ich aber keinen Wintersport betreibe, konnten mich Pistenkilometer und Tiefschneefahrten bisher nicht reizen. Der berühmte Skiort punktet aber auch im Sommer mit vielfältigen Wandermöglichkeiten, gut ausgebauten Bike-Trails, einer Gastronomie-Szene, die mehr bietet als Käse-Spätzle und attraktiven Hotels. Nach drei Tagen vor Ort kann ich bestätigen: In St. Anton am Arlberg sind abwechslungsreiche Bergtage garantiert.

Was dich hier erwartet: In diesem Beitrag findest du einen Vorschlag für eine mittelschwere Wanderungen mit Panoramablick und eine abwechslungsreiche E-Bike-Tour, sowie weitere praktische Tipps für gelungene, aktive Urlaubstage in und um St. Anton am Arlberg.

Modern & charmant – Das Valluga Hotel

Meine Übernachtungsempfehlung ist das Valluga Hotel, von dem ich so begeistert war, dass ich dazu einen eigenen Artikel geschrieben habe. Das Hotel verkörpert für mich die perfekte Kombination aus modernen Alpen-Stil und skandinavischen Minimalismus. Ebenso charmant wie die Zimmer präsentiert sich das Restaurant mit gehobener internationaler Küche. Mein Lieblingsplatz war aber ganz eindeutig der Wellnessbereich mit Pool, Dampfbad, Saunarium und finnischer Sauna, in dem ich mich nach einem aktiven Tag in den Bergen entspannt habe. Nur so viel sei gesagt: Ich habe mich ganz fantastisch erholt.

Hier findest du meinen Artikel über das Valluga-Hotel.

E-Bike Tour durch das Verwalltal zur Konstanzer Hütte und weiter ins Schönverwalltal

Die Bike-Tour war definitiv mein Highlight in St. Anton. Durch das E-Bike war unser Bewegungsradius gewaltig gesteigert und wir haben es einfach nur genossen, durch die unglaublich schönen Tallandschaften zu fahren – mit Blick auf den etwa 3.000 Meter hohen Patteriol-Gipfel.

Hier gibt es alle Informationen zur E-Bike Route bis zur Konstanzer Hütte.

Der Patteriol mit 3.056 Meter Höhe.

St. Anton

In der Konstanzer Hütte haben wir unsere Beine kurz ausgeruht, etwas getrunken und sind dann spontan weiter gefahren ins Schönverfalltal, wo wir unsere E-Bikes an der Abzweigung zum Silbertaler Winterjöchle abgestellt haben und den letzten Teil des Weges zu Fuß zum Langen See gelaufen sind. Unser Guide hat gleich die Gelegenheit für einen Sprung ins Wasser genutzt. Uns war es etwas zu kalt. Auf demselben Weg ging es dann wieder zurück zu unseren E-Bikes und dann überwiegend bergab nach St. Anton

Alpenrosenweg – Mittelschwere Wanderung mit Panorama-Blick

An den Hängen südlich von St. Anton verläuft der Alpenrosenweg. Im Juni zur Blütezeit muss es hier ein Meer an roten Almrosen geben, aber für diesen Anblick waren wir Ende August leider zu spät. Dafür genießen wir den Blick ins Tal, um dann über die Rendlalm wieder zurück nach St. Anton zu gehen.

Rendlbahn in St. Anton
Station der Rendlbahn

Weil wir unsere Beine von der E-Bike-Tour am Vortag doch deutlich merken, kürzen wir den Aufstieg ab, indem wir mit der Rendlbahn bis zur Bergstation auf 2.000 Metern fahren. Auf diese Weise haben wir fast nur noch Abstiegshöhenmeter zu bewältigen und merken unterwegs, dass uns die Tour jetzt fast zu leicht ist. Es ist eher ein Fußmarsch am Berg, nur der Abstieg ins Tal gestaltet sich etwas anstrengender.

Entsprechend des mittleren Schwierigkeitsgrades sind recht viele Wanderer auf der Route unterwegs. Der Rundblick ist wunderschön, aber die wintersporttypische Infrastruktur ist an den Berghängen und im Tal deutlich zu sehen. Mein Tipp für Wanderausflüge: je weiter man sich von St. Anton entfernt, umso mehr ist man nur noch von Natur umgeben.

Hier gibt es alle Informationen zur Wanderung auf dem Alprosenweg.

Alprosenweg bei St. Anton
Alprosenweg

Weil wir uns nach unserer Tour noch nicht ganz ausgelastet fühlen, fahren wir auf der anderen Seite des Tales erst mit der Galzigbahn und dann mit der Vallugabahn I zum höchsten Gipfel der Region. Auf der Valluga in 2.800 Metern Höhe werden wir bei strahlendem Sonnenschein mit einem Blick auf weite Schneefelder und die felsige Umgebung belohnt.

Valluga in der Nähe von St. Anton
Blick von der Valluga

Eine Station tiefer an der Bahnstation der Galzigbahn kann man in rund 2.000 Meter Höhe einen kleinen Spaziergang machen und sich mit den einheimischen Kühen anfreunden.

Rund um die Galzigbahn bei St. Anton
Rund um die Galzigbahn in St. Anton

Tipps für ein schönes Abendessen in St. Anton

In St. Anton lässt es sich ganz hervorragend flanieren und für eine entspanntes Abendessen einkehren. Wärmsten empfehlen kann ich das Gourmethotel Schwarzer Adler, was sogar mit zwei Hauben von Gault & Millau ausgezeichnet ist. Das Restaurant serviert einen angenehmen Mix aus österreichischen Spezialitäten und moderner, internationaler Küche. Meine Spinatknödel mit Pfifferlingen waren in jedem Fall herausragend. Die Gaststube ist gemütlich, die Atmosphäre locker-entspannt.

Ganz bodenständig mit den obligatorischen Käse-Spätzle kann man beim Grieswirt einkehren. Die Portionen sind üppig, der Wein gut und als Vorspeise gibt es reichlich frisches Brot und hausgemachtes Schmalz (bzw. Butter oder Olivenöl).


Offenlegung: Bei meinem Aufenthalt in St. Anton handelt es sich um eine individuelle Recherche, die unterstützt wurde vom Tourismusverband St. Anton am Arlberg. Ich habe kein Honorar für den Artikel erhalten und meine Meinung wurde in keiner Weise beeinflusst.

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