Tansania Safari 2025 – dein Guide für das große Abenteuer in Ostafrika

Tansania Safari - Reiseroute

Tansania Safari – das bedeutet: Elefanten im trockenen Flussbett, Löwen im Regen, Zebras am Wegesrand. Für mich war diese Reise eine der intensivsten Erfahrungen überhaupt. Doch zu einer gelungenen Safari gehört mehr als Magie – nämlich auch Vorbereitung. In diesem Artikel teile ich meine besten Tipps für deinen Tansania Urlaub: von Sicherheit, Kleidung und Impfungen bis hin zu persönlichen Eindrücken aus dem Tarangire Nationalpark und dem Ngorongoro Krater.

Tansania Safari erleben – authentisch, berührend, wild

Tarangire Nationalpark: Safari-Erlebnis mit Elefanten, Baobabs & Tsetse-Fliegen

Nachdem ich im Chobe Nationalpark in Botswana schon so viele dieser wundervollen Dickhäuter gesehen hatte, dachte ich, das sei nicht zu toppen. Aber auch der Tarangire Nationalpark bietet diese magischen Momente, in denen man die Zeit anhalten will und nie wieder etwas anderes tun möchte, als in der afrikanischen Wildnis zu sitzen.

Die Elefanten im Tarangire Nationalpark – Dickhäuter im trockenen Flussbett

Der Moment, in dem man in nächster Nähe einer Elefantenherde im Auto sitzt und zusieht, wie die Tiere im trockenen Flussbett des Tarangire nach Wasser graben. Sobald die Elefanten, die von ihnen gegrabenen Brunnen verlassen haben, folgen die Paviane, die vom Grund dieser Löcher immer noch ein paar Hände voll Wasser zutage fördern.

Dieses auf den ersten Blick friedliche Bild macht aber leider auch mit einem Schlag klar, was hier zum Alltag geworden ist: die Tiere finden zu manchen Zeiten nicht mehr genug Wasser. Es ist nämlich nicht normal, dass der Fluss komplett ausgetrocknet ist. In Reiseführern und auf Wikipedia hatte ich im Vorfeld noch gelesen, dass der Tarangire eigentlich auch in der Trockenzeit Wasser führt, was besonders viele Tiere aus dem ganzen Umland anlockt. Aber auch hier macht sich der Klimawandel bemerkbar.

Tansania Safari - Elefanten im Tarangire Nationalpark
Tarangire Nationalpark - Elefanten im ausgedrockneten Flussbett
Wo eigentlich Wasser fließen sollte, schlängelt sich das Flussbett als helles, staubiges Band durch die trockene Ebene.
Tansania Safari - Baobab Baum, der von Elefanten abgefressen wurde
Das passiert, wenn Elefanten nicht mehr genug Wasser finden: sie schälen Rinde und Holz von den Baobabs, weil deren Stamm viel Wasser enthält. Zum Glück sind Baobabs sehr widerstandsfähige Bäume, die sich gut regenerieren können. Aber wenn zu viele Schäden entstehen, gehen auch sie irgendwann ein.
Antilopen stehen in der Mittagshitze unter einem Baum
Im Schatten der Bäume stehen ein paar Impalas, unbeweglich wie elegante Standbilder.
Tansania Safari - Ein einzelner Baobab Baum
Der große Baobab direkt am Eingang des Parks ist innen hohl und wurde früher von Wilderern genutzt, um ihre Beute zu verstecken.

Lohnt sich der Tarangire Nationalpark für eine Safari?

In jedem Fall. Allerdings ist der Park sehr populär für eine Tansania Safari und zieht viele Gäste an. Als wir um die Mittagszeit dort ankamen, stauten sich schon die Safari-Fahrzeuge am Parkeingang. Es empfiehlt sich also, zeitig zu starten. Am nächsten Tag direkt morgens war es wesentlich ruhiger und entspannter und auch die größeren Tiere waren noch nicht unter Bäumen und Sträuchern verschwunden. Allerdings waren auch die Tsetse-Fliegen in den Morgenstunden noch ziemlich aktiv. Es ist also unbedingt nötig, sich mit Repellent zu schützen.

Tansania Safari - Ein einzelnes Zebra Baby
Suchbild mit Baby-Zebra

Tsetse-Fliegen auf Safari: So schützt du dich richtig

„Are these tsetse flies?“ frage ich unseren Guide mit einer Mischung aus Respekt und Ekel, als sich ein ganzes Geschwader dieser Fluginsekten auf unseren Geländewagen stürzt – 100 drinnen, 1.000 draussen. Die schmalen, mittelgroßen Fliegen sind leicht zu erkennen, weil sie im Sitzen ihre Flügel auf dem Rücken genau übereinander gelegt haben.

Gleich zu Anfang deshalb ein paar wichtige Fakten zu diesem lästigen Insekt, das die Schlafkrankheit auf den Menschen übertragen kann. Die Fliegen sind im Tarangire Nationalpark ziemlich verbreitet, ganz besonders in den Monaten Dezember bis Februar. Wir waren im Januar unterwegs und unser Wagen wurde ziemlich umschwärmt. Allerdings scheint auch die Tageszeit eine Rolle zu spielen. Morgens waren die Fliegen besonders lästig, während wir ab mittags kaum noch etwas von ihnen zu sehen bekamen. Im Tarangire Nationalpark werden die Tsetse-Fliegen dadurch bekämpft, dass die Safari-Fahrzeuge außen mit einem Insektizid besprüht werden. Auch im Park selbst hängen entlang der Wege blaue präparierte Stoffsegel, die als tödliche Fallen die Insekten anlocken sollen.

Wir sind nicht gestochen worden, haben aber immer darauf geachtet, uns sorgfältig mit Nobite einzusprühen. Unsere Kleidung hatten wir vorher auch behandelt. Lange leichte Hosen und Hemden sind am besten für eine Safari geeignet. Darüber hinaus sollte man bei einer Tansania Safari dunkle und leuchtende Farben vermeiden, denn die Tsetse-Fliege wird besonders von blau und schwarz angezogen. Wenn man diese Vorsichtsmaßnahmen beachtet, nerven die Fliegen zwar, aber man bleibt verschont!

Hier gibt es meine Packliste für die richtige Ausrüstung auf Safari.

Meine Safari-Essentials

Affiliate Links Ich war drei Wochen in Tansania unterwegs – bei Hitze, Regen, Tsetse-Geschwadern und staubigen Offroad-Pisten. Diese Dinge haben sich als echte Game Changer erwiesen – durchdacht, leicht, robust. Kein überflüssiger Kram, sondern Safari-erprobt. Nobite Insektenschutz für Haut & Kleidung – Schützt zuverlässig vor Moskitos und Tsetse-Fliegen – das hat uns buchstäblich den Hintern gerettet. | Earth Pak Drybag in verschiedenen Farben und Größen – Für Regenfälle im Krater oder staubige Fahrten – Kamera, Handy & Objektive bleiben geschützt. Mit Schultergurt und integrierter Smartphone-Hülle, also maximal praktisch. | Safersox Mückenschutz-Socken sind eine Erfindung des Himmels, denn gerade abends beim Essen beißen Mücken bevorzugt in die Fußknöchel. | Celestron Fernglas für Safari (8×42) – Tiere aus der Ferne beobachten? Kein Problem – und kein Vergleich zum Kamera-Zoom.

Ngorongoro Krater: Wo die Arche Afrikas manchmal Massenandrang hervorruft

Der Ngorongoro Krater in Tansania ist ein Ort voller Gegensätze. Je nach Saison und Tageszeit reiht sich hier ein Safari-Jeep an den nächsten – und wenn Löwen oder Nashörner gesichtet werden, scharen sich schnell Dutzende Fahrzeuge um dieselbe Stelle. Jeder versucht, den besten Blick zu erhaschen.

Aber trotzdem gibt es sie noch, die verzauberten Momente, wenn man ganz allein inmitten einer Herde von Zebras steht und die Tiere so nah sind, dass man fast die Hand nach ihnen ausstrecken kann. Wenn Elefanten direkt am Wegesrand stehen und Warzenschweine im Eiltempo mit zu Wimpeln erhobenen Schwänzen die Straße kreuzen – was ihnen den Spitznamen „Serengeti Express“ eingebracht hat.

Der Ngorongoro Krater ist nicht einfach nur ein Ausflugsziel. Er ist ein lebendiges Naturwunder – mit all seinen Widersprüchen, seiner Schönheit und seiner Zerbrechlichkeit.

Ngorongoro Krater: Das Ökosystem und seine Bewohner

Es sind nicht nur die Tiere, die den Ngorongoro Krater so einzigartig und überwältigend machen. Es ist auch die Vielfältigkeit dieses Öko-Systems: Die Hänge des Kraters sind überwuchert mit dichten, moosbewachsenen Wäldern, in denen sich immer wieder Fetzen von Dunst verfangen. Sobald man den Kraterrand erreicht, eröffnet sich eine tiefe Ebene, auf die Sonne und Wolken ein unregelmäßiges Muster zeichnen.

Zebras, Büffel und Gnus grasen friedlich nebeneinander. Die Wasserpools sind mit schnaufenden, prustenden und gähnenden Flusspferden bevölkert, die sich dem Motto verschrieben haben: Nur nicht unnötig bewegen. Immer wieder sehen wir Hyänen, die ihr Revier nach Beute durchstreifen oder faul in der Sonne liegen. Kronenkraniche und Riesentrappen stolzieren über die Graslandschaft. Für mich der Inbegriff des Paradieses auf Erden.

Die wichtigsten Fakten zum Ngorongoro Krater: Seit 1951 ist der Krater Teil des Nationalparks Serengeti. Außerhalb des Kraters leben und wirtschaften die Maasai in der Ngorongoro Conservation Area. Seit 1979 ist der Krater UNESCO-Weltnaturerbe und seit 2010 Weltkulturerbe.

Auch damit muss man rechnen: Plötzlicher Wetterumschwung

Wir haben schon einen Großteil des Kraters durchfahren, als sich der Himmel plötzlich zu einem unruhigen Grau verdichtet, immer dunkler wird und plötzlich anfängt, prasselnd Wasser auf uns zu schütten. Der Weg verwandelt sich innerhalb von Minuten zu einem Fluss. Unser Guide hat gerade noch einen Rastplatz an einem kleinen See erreicht, wo schon andere Landcruiser parken. Die Dichtung des Aufstelldaches hält der Regenflut nicht stand und durch eine Ritze quillt das Wasser. Wir versuchen das Leck mit einer Socke zu stopfen. Vergeblich. Schon nach wenigen Metern verschwindet die Landschaft hinter einen dunstigen Vorhang. Direkt neben dem Auto sitzt ein klitschnasses Perlhuhn und schaut vorwurfsvoll zu uns nach oben.

Es ist Januar. Trockenzeit in Tansania. So war es bis vor zehn Jahren. Aber längst hält sich das Klima nicht mehr an Tabellen und Temperaturen. Der Regen schwankt extrem, fällt aus, wenn er kommen müsste und überflutet das Land, wenn es trocken sein sollte. Dieser Schauer ist verhältnismäßig kurz. Wir fahren ganz langsam weiter. Einige Fahrzeuge haben sich festgefahren und die Guides helfen sich gegenseitig aus den Schlammlöchern.

Spielende Löwen im Ngorongoro Krater
Wir sehen zwei Löwen, die gerade gar nicht majestätisch aussehen, sondern wie ausgelassene und wider Willen gebadete Katzenkinder.

Weil die Löwen den Krater nicht verlassen und aufgrund der dichten menschlichen Besiedlung im Umland auch keine neuen Tiere von außen dazu kommen, stagniert die Population gerade auf einem sehr niedrigen Level. Als Folge der genetischen Isolation haben die Tiere teilweise schon aufgehört, sich fortzupflanzen. Mehr dazu bei NABU.

Auch die beiden Spitzmaulnashörner, die eiligen Schrittes unseren Weg kreuzen, sind eine glückliche Fügung. Es leben nur noch sieben Exemplare im Krater. Eine Mutter trabt mit ihrem Teenager-Nachwuchs durch das Gras, ohne Notiz von den vielen Fahrzeugen mit Touristen zu nehmen, die sie aus allen Richtungen beobachten.

FAQ Häufige Fragen zum Ngorongoro Krater

Sollte man sich den Ngorongoro Krater ansehen?

Ja, unbedingt. Ich gehöre nicht zu den Leuten, die Top-Listen erstellen, was man so alles im Leben erledigen sollte. Der Ngorongoro Krater ist für mich definitiv eines der Naturwunder Afrikas, das den Besuch in jedem Fall lohnt.

Ist der Ngorongoro Krater nicht ganz schön überlaufen?

Je nach Tageszeit und Saison sind dort schon recht viele Besucher auf begrenztem Raum unterwegs. Aber das Erlebnis lohnt sich trotzdem und es finden sich auch immer wieder ruhige Plätze. Im Vorteil sind die Gäste, die direkt am Kraterrand in einer der Lodges wohnen (die allerdings sehr teuer sind) und morgens eine kurze Anfahrt zum Krater haben. Alle, die etwas weiter weg wohnen, haben erst mal ein gutes Stück Fahrstrecke zurück zu legen.

Was ist die beste Reisezeit für den Ngorongoro Krater?

Der Ngorongoro Krater kann das ganze Jahr über besucht werden. Bei Regen können die steilen Wege am Kraterrand gefährlich werden. Auch im Krater verwandeln sich die Straßen in kurzer Zeit in Schlammpisten, die nur schwer zu befahren sind. Die Trockenzeit beginnt im Juni und endet im Oktober. Auch die Monate Dezember bis März – direkt nach der kleinen Regenzeit – sind empfehlenswert. Das Problem ist allerdings, dass es mittlerweile auch in der Trockenzeit zu plötzlichen, starken Regenfällen kommen kann, wie wir es selber im Januar erlebt haben und dass andersherum Regenzeiten ausbleiben, die das Land so dringend benötigt.

Must-Do: Tansania Safari – eindrucksvoll, bewegend, unvergesslich

Die Safari durch den Tarangire Nationalpark und den Ngorongoro Krater war für mich mehr als eine Reise – es war eine tiefgreifende Erfahrung. Ich habe gespürt, wie verletzlich die Natur ist, wie kostbar Begegnungen mit wilden Tieren sein können und wie stark die Magie Afrikas wirkt, wenn man ihr Raum gibt. Wer sich für eine Tansania-Safari entscheidet, wird mit Momenten belohnt, die noch lange nachhallen. Mein Tipp: Geh früh los, nimm ein gutes Fernglas mit – und halte dein Herz offen.

Mehr über Afrika entdecken

Du planst eine Reise auf dem afrikanischen Kontinent und willst tiefer eintauchen? Hier findest du persönliche Tipps direkt aus erster Hand: Meine Reisepackliste für eine Safari – damit du nichts vergisst und praktische Erfahrungen, worauf du achten solltest, wenn du eine Safari planst. | Deshalb hat mein Reiseblog einen Geparden als Wappentier. | Hier findest du meine Tipps, um einen Langstreckenflug gut zu überstehen.

Tansania Urlaub planen – Sicherheit, Gesundheit & Vorbereitung

Ist Tansania ein sicheres Reiseland?

Generell gilt Tansania als vergleichsweise sicheres Reiseland, besonders wenn man mit einem Guide unterwegs ist. Lodges und Safari-Camps verfügen meist über ausreichende Sicherheitsmaßnahmen. Dennoch sollte man – wie überall – aufmerksam bleiben:

Als wir uns zu Fuß in Arusha umsehen wollten, wurden wir von einer Hotelangestellten gebeten, die Fotokamera – die ich um den Hals hängen hatte – besser nicht mitzunehmen. Eine neutrale Tasche wäre vermutlich in Ordnung gewesen. Ich fand es dann tatsächlich auch angenehmer, ohne sichtbare Besitztümer unterwegs zu sein. Als Weiße, die zu Fuß in einem Außenbezirk die Straße entlang liefen, waren wir ohnehin so auffällig wie ein dreiköpfiger Affe. Wir wurden zwar nie angesprochen, aber gefühlt alle Menschen haben uns angestarrt. Wenn man ohnehin schon im Mittelpunkt des Interesses steht, sollte man Schmuck, Uhren, teure Smartphones und andere Wertgegenstände nicht demonstrativ herumtragen. Auch aus Respekt der Bevölkerung gegenüber, für die ein iPhone ein Jahreseinkommen bedeutet.

Wovor wir außerdem gewarnt wurden: 

  • Man sollte nicht in Autos und angebliche Taxis steigen, die plötzlich anhalten und eine Mitfahrgelegenheit anbieten. Offenbar ist das eine bekannte Masche, um Fremde auszurauben oder diese zu zwingen, am nächsten Automaten Geld abzuheben.
  • In Städten vorsichtig mit Kamera & Gepäck: Unauffällige Taschen verwenden.
  • Wertsachen diskret tragen: Schmuck, teure Uhren und Smartphones nicht offen zeigen.

Verkehr, Straßen & Nachtfahrten: Was du wissen solltest

Mein Arzt hat mir mal gesagt, dass es gerade in einem afrikanischen Land viel wahrscheinlicher ist, einen Verkehrsunfall zu haben, als sich an Malaria oder einer anderen exotischen Krankheit anzustecken. Was Tansania angeht, hat er vermutlich damit recht. Die Straßen sind überwiegend im schlechten Zustand. Verkehrsschilder gibt es im Grund nicht und wir sind auf 2.500 km Fahrstrecke zwei Ampeln begegnet.

Wer mit Guide unterwegs ist, braucht sich ohnehin wenig Sorgen machen. Alle Selbstfahrer sollten in jedem Fall darauf achten, nicht nach Einbruch der Dunkelheit unterwegs zu sein. Zu leicht taucht plötzlich aus dem Nichts ein Tier auf der Straße auf. Büffel oder Elefanten werden in der Dunkelheit praktisch unsichtbar und haben keinen Fluchtaffekt. Und wer will schon mit einem Wildtier kollidieren.

Wir haben selbst einmal die Situation gehabt, dass wir aufgrund etlicher Verzögerungen noch abends unterwegs waren. Plötzlich in der aufkommenden Dämmerung hatten wir dann auch noch einen Panne. Während unser Fahrer unter dem Landcruiser lag und die Antriebswelle repariert hat, sollten wir mit Taschenlampen die Umgebung sichern. Auch große Tiere sind nachts nur lautlose Schatten, denen wir nicht plötzlich gegenüber stehen wollten.

Was mich auch sehr beeindruckt hat, ist die enorme Hilfsbereitschaft. Als wir mit besagter Panne am Wegesrand standen, hat wirklich jedes vorbeikommende Auto gehalten, um uns zu fragen, ob wir Hilfe benötigen. Unser Fahrer hat auch tatsächlich den Wagen wieder fahrtüchtig machen können, sodass wir es zumindest bis zu Lodge geschafft haben. Über Nacht wurde das Auto dann in einer Werkstatt repariert und stand am nächsten Morgen wieder parat, als wäre nichts gewesen.

  • Mit erfahrenem Fahrer reisen – besonders auf Safari-Strecken.
  • Nach Einbruch der Dunkelheit nicht fahren – Wildtiere wie Büffel oder Elefanten sind kaum sichtbar.
  • Bei Pannen Ruhe bewahren – Die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung ist groß und meist kann eine Lösung gefunden werden. Aber Wildtiere können nachts gefährlich werden.

Ich zitiere hier mal unseren Guide: „Elephant don’t like humans and buffalo will attack anything.“

Kleiderordnung & kulturelle Sensibilität in Tansania

Auch in Tansania gilt – wie in vielen anderen Länder – dass man nicht zu leicht bekleidet unterwegs sein sollte. (Das gilt zumindest für das Festland, denn auf Sansibar war ich nicht.) Keine superkurzen Hosen, tiefe Ausschnitte, transparente Tops o. ä.

In unserem Hotel in Arusha sah ich zwei junge Frauen, die mit dem Rucksack unterwegs waren und sich allen Ernstes in Hotpants und Spaghetti-Tops auf den Weg gemacht haben. Ich habe den beiden ehrlich gesagt völlig entgeistert hinterher gestarrt und dann eine Hotelangestellte gefragt, ob eine derartige Kleidung hier nicht etwas deplatziert ist. Sie hat nur mit den Augen gerollt und gemeint, dass es in einer großen Stadt wie Arusha vielleicht noch HALBWEGS akzeptabel wäre. Aber in ländlichen Gegenden ist so ein Auftritt ein absolutes No-Go.

Die Kleiderordnung ist auf dem Festland eher konservativ:

  • Sansibar ist etwas lockerer, aber auch hier gilt: respektvolle Kleidung.
  • Keine extrem kurzen Hosen oder tiefen Ausschnitte in Städten und Dörfern.

Liebesbeweise auf offener Straße? Besser nicht! Liebesbekundungen unter (gleichgeschlechtlichen) Paaren sind absolut unüblich und Homosexualität ist nicht nur verpönt, sondern sogar strafbar. Als Paar Hand in Hand die Straße entlang zu gehen, ist gerade noch akzeptabel. Als ich aber gedankenverloren meinem Partner einen Arm um seine Schulter gelegt habe, brachen die Marktfrauen neben uns sofort in Lachen und Rufen aus. In der Öffentlichkeit sollte man also eher zurückhaltend sein.

Impfungen für Tansania & Gesundheitsvorsorge

Im Vorfeld einer Tansania Safari sollte man sich in jedem Fall zum Thema Impfungen und Malaria von einem erfahrenen Tropenarzt/Reisemediziner beraten lassen. Ich habe sowohl in Botswana als auch in Tansania eine Malariaprophylaxe gemacht und über meine Erfahrungswerte geschrieben.

Wir hatten im Vorfeld unserer Reise gehört, dass gelegentlich von den Einreisenden nach Tansania der Nachweis einer gültigen Gelbfieber-Impfung gefordert wird – obwohl die offizielle Regelung das eigentlich nicht vorsieht. Es war dann auch tatsächlich so, dass am Flughafen Kilimandscharo ein Beamter im weißen Arztkittel (!) die Impfausweise aller Ankömmlinge sehen wollte. Es war dann aber wohl eher eine Scheinmaßnahme, denn obwohl meine Begleitung nicht gegen Gelbfieber geimpft war, gab es keine Probleme.

Man sollte sich wirklich jeden Morgen, bevor es los geht, ausgiebig mit Sonnenschutz und Insektenspray behandeln – und nach der Rückkehr gründlich abduschen. In Tansania ist das nicht nur zur Moskitoabwehr wichtig, sondern auch wegen den Tsetse-Fliegen, die es z. B. in großen Mengen im Tarangire-Nationalpark gibt.

In jedem Fall absolut unerlässlich ist eine gut ausgestattete Reiseapotheke. Wir mussten einige Male darauf zurück greifen: Schmerzmittel, Augentropfen etc. Besonders ein Fieberthermometer ist wichtig, denn erhöhte Temperaturen sind immer ein Indikator, das man einen Arzt zurate ziehen sollte. 

Touristenmitgliedschaft beim Flying Doctors Service

Da wir bei unserer Reise auch in der Serengeti unterwegs waren und damit weit weg von jeder medizinischen Versorgung, haben wir über unseren Reiseanbieter eine Touristenmitgliedschaft bei den AMREF Flying Doctors abgeschlossen. Die African Medical and Research Foundation  ist die größte nichtstaatliche Gesundheitsorganisation Afrikas, die sich vor allen Dingen um die ländliche Gesundheitsbetreuung kümmert. Im Notfall kann man sich von den Flying Doctors evakuieren lassen. Gleichzeitig unterstützt man mit der Mitgliedschaft auch die Arbeit der Organisation.

FAQ Häufige Fragen zur Tansania Safari & Reise

Brauche ich ein Visum für Tansania?

Ja. Deutsche, Österreicher und Schweizer benötigen für die Einreise ein Visum. Du kannst es entweder vorab online beantragen (e-Visum) oder direkt bei der Einreise am Flughafen (Visa on Arrival). Preis: ca. 50 US-Dollar, zahlbar in bar oder per Kreditkarte. Wichtig: Der Reisepass muss bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.

Welche Uhrzeit ist in Tansania? Gibt es eine Zeitverschiebung?

Tansania liegt in der East Africa Time (EAT), also UTC+3. Es gibt keine Zeitumstellung im Sommer – das heißt: Im deutschen Sommer ist Tansania eine Stunde voraus, im Winter zwei Stunden.

Wann ist die beste Reisezeit für Tansania?

Die klassische Trockenzeit von Juni bis Oktober gilt als beste Reisezeit für Safaris. Auch Januar und Februar sind gut geeignet, besonders für Tierbeobachtungen in der Serengeti (Kalbungszeit der Gnus). In der großen Regenzeit (März bis Mai) können manche Pisten unpassierbar sein, dafür ist die Landschaft saftig grün.

Wie ist das Wetter in Tansania?

In Tansania herrscht tropisches Klima, aber regional sehr unterschiedlich.
Arusha & Safari-Gebiete: tagsüber warm (20–30 °C), abends kann es kühl werden
Küste & Sansibar: heißer & feuchter (bis 35 °C), tropisch-schwül
Regenzeiten: März–Mai (Hauptregenzeit), Oktober–Dezember (kürzere Regenzeit)
Wichtig: Auch auf Safari kann es regnen, und in höher gelegenen Regionen brauchst du abends eine Jacke.

Welcher Flughafen in Tansania ist ideal für eine Safari?

Für die nördliche Safari-Route (Serengeti, Tarangire, Ngorongoro) landest du am besten in Kilimanjaro International Airport (JRO). Alternativ geht auch der Flughafen Arusha (ARK), falls du z. B. aus Nairobi kommst oder einen Inlandsflug nimmst. Für Sansibar oder den Süden (z. B. Selous) nutzt du am besten Dar es Salaam (DAR) oder Zanzibar (ZNZ).

Was solltest du über Arusha in Tansania wissen?

Arusha ist das Safari-Zentrum im Norden Tansanias – quirlig, chaotisch und oft erste Station vor der Safari. Hier startest du in Richtung Tarangire, Lake Manyara oder Serengeti. Die Stadt ist kein klassisches Touristenziel, aber es gibt gute Lodges, Märkte und einige Sehenswürdigkeiten wie das Cultural Heritage Centre. Nachts ist Vorsicht geboten – Taxis nur über Hotel oder Veranstalter buchen.

Welche Währung gilt in Tansania – und wie zahle ich am besten?

Die offizielle Währung ist der Tansania-Schilling (TZS), aber US-Dollar werden vielerorts akzeptiert – vor allem für Unterkünfte, Visa, Safaris. Tipp: US-Dollar am besten in kleinen Scheinen (ab 2006er Serie) mitbringen. Für Restaurantbesuche & Einkäufe lieber TZS in bar oder über mobile Payment. Geld abheben am besten direkt am Flughafen oder in Arusha bei einer CRDB Bank oder Exim Bank (mit Visa oder Mastercard)

Zwischen Staub & Sternenhimmel – warum Tansania in Erinnerung bleibt

Wenn ich heute an Tansania denke, dann denke ich an stille Tierbeobachtungen im Morgengrauen, an staubige Pisten, an Massai mit roten Tüchern am Wegesrand – und an die große Weite zwischen Himmel und Erde. Diese Reise hat mich verändert. Wer nach Tansania reist, sollte offen sein – für Natur, Begegnungen und das Unerwartete. Dann wird die Reise nicht nur unvergesslich. Sondern vielleicht sogar ein bisschen lebensverändernd.


Offenlegung: Meine Tansania Safari war eine selbst geplante und bezahlte Recherchenreise ohne Unterstützung.

Dieser Artikel ist ursprünglich 2017 erschienen und wurde von mir 2024 komplett überarbeitet.

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Comments 5
  1. Hallo Beatrice, sehr schöne Artikel.
    Wir fliegen im Juli nach Tansania und durch meine Recherche bin ich auf Deine Seite gekommen.
    Hattest Du sehr „Angst“ Dich mit der Schlafkrankheit zu infizieren? Ich habe jetzt schon genügend Tips durchgelesen und werde mich auch daran halten, trotzdem schwingt eine gewisse Unsicherheit mit.
    Liebe Grüße Christina

    1. Liebe Christina, nein, ehrlich gesagt hatte ich keine Angst. Ich habe darauf geachtet, dass ich immer geschützt bin und darauf vertraut, dass es funktioniert. Genieß deine Reise, es ist so eine tolle Erfahrung! Du wirst dich ein lebenslang daran erinnern. Alles Gute und liebe Grüße, Beatrice

  2. Hi Beatrice, an die Tse Tse Fliege habe ich bei meiner Safariplanung ja noch gar nicht gedacht. Aber gut, ich bin auch noch am Anfang. Gibt es ein Gegenmittel gegen die Schlafkrankheit oder muss man einfach mit dem Risio leben?
    Liebe Grüße Britta

    1. Hi Britta, die Schlafkrankheit kann man behandelt (muss man auch, denn sonst ist sie tödlich). Eine Impfung gibt es aber nicht, man muss also auf Insektenabwehr setzen. Aber es kommt glaube ich eher selten vor, dass sich Touristen infizieren. Tsetsefliegen sind auch nicht überall anzutreffen. Das ist von Gebiet zu Gebiet unterschiedlich. So geballt wir im Tarangire Nationalpark bin ich ihnen vorher noch nie begegnet. Was man ohnehin IMMER auf einem Safari-Trip beachten muss, ist ein guter Mückenschutz wegen Malaria (wie Nobite) -> der schützt dann auch gleichzeitig gegen Tsetse-Fliegen. Liebe Grüße!

  3. Liebe Sabine, wir haben für den Flug mit Ethiopian Airlines von Frankfurt über Addis Abeba zum Kilimandscharo Airport ca. EUR 720,- bezahlt. Was die Lodge einzeln kostet, kann ich nicht sagen, weil wir die Unterkünfte für unsere Reise als Package gebucht habe. Hängt vermutlich auch von der Reisezeit ab. Da würde ich mal beim Anbieter nachfragen. Viele Grüße, Beatrice

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