Fotorucksack im Test – Was kann der Lowepro Photo Sport 200 AW?

fotorucksack test

Mein alter Rucksack hat schon letztes Jahr in der Mongolei so langsam seinen Geist aufgegeben und für mich war klar, dass der Nachfolger eine gute Kombination aus praktischem, wandertauglichem Daypack und Kamerarucksack sein sollte. Keine so einfach Aufgabe. Aber da eine Mitreisende in der Mongolei den Lowepro in Gebrauch hatte, warf ich sofort ein Auge darauf. Ich gebe zu, auf den ersten Blick zählten die äußeren Werte: ich fand das Teil ziemlich schick. Nach meiner Rückkehr habe ich noch halbherzig ein bisschen das Rucksackangebot im Internet gecheckt, um dann doch wieder auf den Lowepro zurück zu kommen. Da ich das gute Stück schon auf mehreren Reisen und Kurztrips dabei hatte, kann ich die Brauchbarkeit mittlerweile gut einschätzen.

Test Bewertung Lowepro Photo Sport 200 AW Vorderansicht

Mein Eindruck – Lowepro Photo Sport 200 AW

Was mir sehr gefällt: der Rucksack ist extrem leicht (1,3 kg) und sitzt hervorragend am Rücken. Der Tragekomfort ist auch nach mehreren Stunden noch gut. Da ich gerne mit wenig Gepäck unterwegs bin, reicht das eher einfache Tragesystem für mich aus. Auch der Beckengurt ist bequem und die darauf befestigten Reißverschlusstaschen sind praktisch für Kleinigkeiten. Leider ist nicht genug Platz, um hier sein Smartphone unterzubringen.

Für die Kamera gibt es ein seitlich zugängliches, stark gepolstertes Fach, so dass man den Rucksack nur auf einer Seite nach vorne ziehen muss, um auf das Equipment zugreifen zu können. Da ich mit einer Systemkamera fotografiere, reicht der Platz ganz locker aus, aber auch für eine kleine Spiegelreflex mit Wechselobjektiv ist genug Platz. Je nach benötigtem Volumen kann man das Fach mit einem Schnürzug komprimieren und mit einer verstellbaren Trennwand in zwei separate Bereiche aufgliedern. Der untere Teil des Rucksacks ist weitgehend vom der Kamerafach belegt – nach vorn und zu einer Seite ist noch ein bisschen Platz, z. B. für eine Regenjacken oder einen Pullover.

Ich habe den Rucksack auch schon mal für einen Kurzbesuch zweckentfremdet: Der Waschbeutel passt in die Kameratasche und der restliche Rucksack reicht vollkommen für ein paar Sachen, die man für eine Übernachtung braucht.

An der anderen Seite findet sich eine große Schubtasche, die sich für eine Wasserflasche eignet oder in der man ein kleines Stativ unterbringen kann. Am Rucksackboden sind Riemen angebracht, an denen man ebenfalls ein Stativ befestigen könnte.

Entlang des Rucksackrückens ist ein von oben mit Reißverschluss zugängliches, großes Fach für ein Trinksystem eingebaut. Ich habe das irrtümlich zuerst für eine Laptoptasche gehalten. Dafür ist sie aber zu schmal und an den Ecken und Rändern nicht ausreichend gepolstert. Ich benutze diese Tasche für Geld, Ausweis und wichtige Dokumente, die dort absolut (diebstahl-)sicher verstaut werden können.

Sonstige Details: Deckelfach mit Reißverschluss, Innentasche für Notizbuch, Stifte etc. und auf der Vorderseite eine große, oben offene Einschubtasche (z. B. für Karten, Reiseführer). Unten im Boden ist ein Regencover integriert.

Fazit zum Fotorucksack Test

Für mich der (fast) perfekte Rucksack. Ich würde mir wünschen, dass die Rückentasche tatsächlich laptoptauglich wäre, weil ich den Lowepro auch als Handgepäck mit in den Flieger nehme. Der Rucksack ist ein sehr guter Allrounder für Tagestrips in der Stadt und normale Wanderungen. An seine Grenzen stößt er bei anspruchsvollen Outdoor-Trips, wenn man z. B. mit mehr Equipment unterwegs ist. Auch für ambitionierte Fotografen mit umfangreicher Ausstattung dürfte der Rucksack schlicht zu klein sein.

Ich liebe das Orange und habe mich auch ganz bewusst dafür entschieden, aber z. B. für eine Safari wäre der Rucksack zu auffällig. Wer’s dezenter mag: Es gibt ihn auch in Schwarz! Im Fotofachgeschäft habe ich dafür 129,- EUR bezahlt (mit ein bisschen Verhandeln, weil ich gleichzeitig auch noch anderes Equipment gekauft habe).

2 Kommentare

  1. Sieht ziemlich clever aus! Ich bin mir gar nicht so sicher ob ein seitlich oder von oben zu öffnendes Kamerafach besser ist. Ich muss den Rucksack ohnehin abnehmen, um Wechselobjektive, Filter etc. zu erreichen und Teile, die ich nicht brauche, ordentlich zurückzulegen. Ist der Rucksack wasserdicht? Das wäre für mich noch ein wichtiges Kriterium. Liebe Grüße, Jutta

    • Die seitliche Zugriff war für mich zunächst auch eine Umgewöhnung, aber mittlerweile finde ich’s ziemlich praktisch. Allerdings bin ich auch mit eher übersichtlichem Equipment unterwegs. Im Boden ist ein Regencover integriert, dass man bei Bedarf einfach überzieht, insofern ist man für alle Wetter gewappnet. Was ich am Material auch gut finde: es ist sehr dünn und leicht, aber durch die Wabenstruktur sehr strapazierfähig. Liebe Grüße, Beatrice

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