Checkliste für eine Safari in Afrika – Ausstattung und Planung

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Abenteuer Safari in Afrika: Ich bin gerade zurück von meiner Rundtour durch Botswana und dem Caprivi-Streifen. Gut zwei Wochen war ich fast jeden Tag auf Safari (oder auf Game Drive, wie man dort sagt). Gelegenheit genug, um einige Erfahrungswerte zu sammeln, was man auf Safaris beachten sollte (und wie man dafür plant und packt).

Gepäck – Reisetasche vs. Hartschalenkoffer

Am besten geeignet für Afrika-Trips sind Reisetaschen und alle etwas weicheren, strapazierfähigen Gepäckstücke. Die lassen sich am besten im Anhänger verstauen oder rutschfest auf dem Dach des Fahrzeugs festzurren. Vermeiden sollte man sperrige Koffer oder Hartschalenmodelle. Hinterher kann man sich darauf gefasst machen, die Tasche gründlich sauber zu machen. Safaris sind eine sehr staubige Angelegenheit und das Gepäck wird ziemlich beansprucht.

Ich bin meist mit dem Rucksack Fairview 40 von Osprey* unterwegs, der speziell für Frauen konzipiert ist und auch als Handgepäck verwendet werden kann.

Es gibt je nach Veranstalter und Transportweg Gewichtslimits, die meist zwischen 10 bis 15 kg liegen. Diese gelten strikt für Fly-in-Safaris, aber auch für die Fahrzeuge, mit denen man unterwegs ist. Wer mal zwei Woche fast täglich sein Gepäck herumgewuchtet und beim Auto packen geholfen hat, weiss, warum das sehr sinnvoll ist. Meine Tasche hat 13 kg gewogen und ich habe mir hinterher geschworen, dass ich das nächste Mal versuche, nicht mehr als 10 kg dabei zu haben.

Die wichtigste Regel lautet also: Travel Light!

Je nach Tour kann es auch sein, dass man nur das Nötigste mitnimmt, und das Hauptgepäck beim Safari-Veranstalter oder im Hotel zurück lässt.

Afrika Botswana Safari

Welche Kleidung ist sinnvoll?

Selbst wer in Luxus-Camps unterwegs ist, muss sich keine Gedanken bezüglich eines Dress Codes machen. Es geht überall sehr entspannt zu. Wichtig ist warme, bequeme und praktische Kleidung. Es kann nachts je nach Jahreszeit und Standort empfindlich kalt werden, worauf man sich bei einer Safari in Afrika unbedingt einrichten sollte.

Jacken: Ich hatte eine wattierte Jacke dabei, die sich für den späten Abend und frühen Morgen bewährt hat. Wenn man aufsteht, ist es im Zelt kühlschrankkalt und alle Sachen, die man anzieht, sind kalt und klamm. Da tut es gut, in eine kuschlige Jacke zu schlüpfen. Ebenfalls eine gute Kombination: warme Fleece-Jacke plus wind- und regendichte Jacke als zweite Schicht. Meist startet man früh zu den Safaris. Die Autos sind komplett offen und auch wenn man auf den staubigen Pisten nicht so schnell unterwegs wird, kann der Fahrtwind eisig kalt werden.

Hosen: Sollten bequem und strapazierfähig sein, denn man sitzt die ganze Zeit im Auto und da man seitlich in die offenen Fahrzeuge klettert, macht man sich relativ schnell schmutzig. (Ist egal, gehört zur Safari dazu.) Praktisch sind Hosen mit Zipper, die man in Shorts umwandeln kann, sobald es warm wird.

Schuhe: Wer zwischendurch auch mal auf einer Walking Safari unterwegs ist, braucht feste Wanderschuhe. Im Auto ist man mit leichten Trekkingschuhen oder auch Turnschuhen gut bedient. Die Schuhe sollten nicht zu durchlässig sein (Mesh-Gewebe etc.), denn auf den sandigen Böden hat man sonst schnell jede Menge Staub und Schmutz im Schuh. Ich liebe die Trekkingschuhe von Aigle*, die besonders gut für warmes Klima geeignet sind.

Farben: Nicht umsonst haben sich für eine Safari in Afrika neutrale Töne wie Beige, Oliv, Khaki, Hellbraun etc. bewährt. Weiss wird zu schnell schmutzig und dunkle Farben wie Schwarz, Dunkelblau etc. ziehen verstärkt Moskitos an. Bei Walking Safaris sollte man keine knalligen Farben tragen, um nicht zu viel Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Afrika Botswana Safari

Tipps für Unterwäsche & Shirts

Unterwäsche: Ich nehme auf Reisen eigentlich immer nur Mikrofaser-Wäsche mit, weil man die schnell abends durchwaschen kann und am nächsten Morgen wieder frisch anzieht. Außerdem der Tipp für alle Ladies: Zieht euch Sport-BH’s an! Die sind bequem und bei dem permanenten Geschüttel & Gewackel im Auto sehr zu empfehlen. Nachts zum Schlafen habe ich lange (wärmende) Mikrofaser-Unterwäsche angezogen, was sich ebenfalls als gute Wahl herausgestellt hat.

Shirts: Auch wenn es tagsüber warm wird, ist ein leichtes, langärmliges Shirt die beste Wahl, besonders, wenn man im Auto auf den seitlichen Plätzen sitzt. Ansonsten knallt die Sonne stundenlang auf die nackte Haut, was selbst mit Sonnencreme auf Dauer sehr unangenehm sein kann.

Socken: Am besten leichte, lange (!) Wander- oder Sportsocken anziehen. Die kann man auch abends mal schnell auswaschen und am nächsten Tag direkt wieder anziehen.

Nicht empfehlenswert: Besonders abends keine kurzen Sneaker-Socken tragen! Moskitos lieben nackte Fußknöchel und stürzen sich sofort darauf. Es ist nicht gerade angenehm, im Freien am Tisch zu sitzen und zu merken, wie man ständig gestochen wird. Also: lange Socken und am besten zusätzlich noch Mückenschutz aufsprühen.

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Kosmetik & Waschzeug für eine Safari

Der Busch ist nicht der richtige Platz für Haarkur und Gesichtsmaske – da heisst es eher: Konzentration auf das Wesentliche. Im Zeltlager bekommt man abends eine kleine Metalltonne mit warmen Wasser gefüllt, was zum Duschen reichen muss. Wer zu zweit ein Zelt bewohnt, muss sich die Ration teilen. Ansonsten ist auch mal Waschen mit kaltem Wasser angesagt. Man braucht also wirklich nur die essentiellen Toilettensachen und die auch möglichst in kleiner Reisegröße.

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Welches Equipment braucht man auf Safari in Afrika?

Taschenlampe/Stirnlampe: Die Wege in den Camps sind meist (mehr oder weniger gut) markiert. Trotzdem ist es ganz schön dunkel in der afrikanischen Nacht und wer nicht hilflos herumstolpern will, hat besser ab 18 Uhr eine Stirnlampe* oder eine Taschenlampe griffbereit.

Fernglas: Ist eine ziemlich coole Sache zum Tiere beobachten. Hatte ich nicht dabei und steht jetzt auf meiner Anschaffungsliste ganz oben.

Foto-Equipment: Abgesehen vom Fotoapparat und einem langbrennweitigen Objektiv in jedem Fall unterwegs einen vollen Wechsel-Akku und eine weitere Speicherkarte parat haben.

Augentropfen/Lippenpflege: Es kann sehr heiß/staubig/trocken werden. Bei empfindlichen Augen sind also möglicherweise befeuchtende/beruhigende Augentropfen sinnvoll. Trocken/rissige Lippen freuen sich über einen guten Balsam.

Sonnenschutz: In jeden Fall eine eine Kopfbedeckung denken, die auch möglichst gut sitzen sollte, damit sie bei Fahrtwind nicht wegfliegt! Darüber hinaus hatte ich einen Buff mit UV-Schutz*, Sonnenbrille und Sonnenspray LSF 50 dabei.

Ladekabel & Reise-Adapter: Ladekabel für Kamera und Smartphone nicht vergessen. Meist kann im Zeltlager an einer zentralen Stelle geladen werden. (Möglichst vorher in Erfahrung bringen, wie die genauen Gegebenheiten aussehen!) Dort sind größere Steckleisten angebracht (oft auch für Flachstecker), wo mehrere Personen gleichzeitig laden können. Ich habe ansonsten auch immer meine Powerbank* dabei, an die ich zwischendurch mein iPhone hängen kann. In den Safari-Autos gibt es teilweise Steckleisten, an denen man während der Fahrt sein Equipment aufladen kann. Hier daran denken, dass man ggf. einen Reise-Adapter braucht!

Trinkflasche, Reisebesteck & Lunchbox: In den Lodges steht gefiltertes Wasser bereit, was man sich in seine Trinkflasche (z. B. die faltbare Outdoor-Wasserflasche von Kemier*) füllen kann. Außerdem besteht häufig beim Frühstück die Möglichkeit, dass man sich selbst Lunchpakete zusammen stellt, die man dann unterwegs auf der Safari isst. Wer eine Lunchbox und eigenes Besteck dabei hat, spart Verpackungsmaterial wie Pappkartons, Frischhaltefolie, Plastiktüten und -besteck.

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Safari Notfall-Kit

Eine kleine Reiseapotheke ist in jedem Fall sinnvoll.

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Bargeld nicht vergessen!

Selbst wenn die Safari inklusive Verpflegung schon vorher bezahlt wurde, ist es sinnvoll, sich nicht nur auf seine Kreditkarte zu verlassen. In manchen Camps kann man nur bar bezahlen. Für Drinks und nicht zuletzt Trinkgeld (in manchen Ländern wichtiger Bestandteil des Lohns) braucht man Bargeld in möglichst kleinen Scheinen, denn mit Wechselgeld sieht es oft auch nicht so gut aus.


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9 Kommentare

  1. Liebe Beatrice!
    Ich würde diesen Artikel gerne pinnen, aber es funktioniert nicht! Kannst Du mal schauen, woran das liegen kann? Den Pin nochmal neu setzen?
    Vielen Dank!
    LG Stefanie

  2. Vielen Dank für diese Informationen.
    Wir planen eine Reise (12 Personen im Safari-Truk) für 11/2017.
    4 Länder
    -Südafrika
    – Namibia
    – Simbafia
    -Botswana

    Dabei sind lange Strecken über Schotterpisten dabei.
    Hat jemand Erfahrung oder einen Vorschlag, was gut ist gegen di dabei bestimmt auftretenden Rückenschmerzen (Sitzkissen…?)

    • Nach meiner Erfahrung ist für solche anstrengenden Touren eine gute trainierte Rückenmuskulatur der beste Schutz. Schon vor der Reise regelmäßig Sport (Rückentraining, Yoga o. ä.) machen und auch während der Tour auf genügend Bewegungsausgleich achten. Während den Fahrten Pausen für Lockerungsübungen nutzen, sich die Füße ordentlich vertreten, dehnen, strecken…

  3. gute Liste, leider gibt es immer die Probleme beim Gewicht wenn man eine gute Fotoausrüstung mitnimmt. Was ich jetzt nicht gesehen habe, wir haben immer Tabletten für Durchfall mit an Bord, also im Jeep, wenn es mal jemand erwischt, das man auch was aus dem Land am Medizin dabei hat.

    • Bei mir klappt das mit dem Gewicht eigentlich ganz gut, weil ich mit ’ner Systemkamera unterwegs bin – wesentlich leichter und kompakter als eine Spiegelreflex! Viele Grüße!

  4. Eine tolle Aufstellung und du hast wirklich an alles gedacht. So eine Safari wäre schon ein kleiner Traum, der sicher irgendwann in Erinnerung geht. Ich hoffe, dass es dann noch die wunderschönen Tiere gibt und noch nicht radikal ausgestorben sind 🙁
    Liebe Grüße
    Tanja

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