Zuhause bleiben und trotzdem den Kopf frei bekommen? Ich habe 10 Tipps für dich!

Kopf frei bekommen

Die Tage werden immer länger. Draußen kündigt sich der Frühling an, aber die nächste Reise ist noch nicht geplant. Die Temperaturen bewegen sich nachts immer wieder in Richtung Gefrierpunkt und die Arbeit sorgt dafür, dass du den Kopf nicht mehr richtig freibekommst.

Daheim im Homeoffice besteht leicht die Gefahr, sich ständig im gleichen Fahrwasser zu bewegen. Ich weiß, wovon in rede. Theoretisch könnte ich den ganzen Tag im Schlafanzug auf der Couch abhängen.  Aber ganz ehrlich, die Laune hebt das nicht. Das ständige Sitzen und Liegen sorgt für Rückenschmerzen und einen verspannten Nacken.

Weil mir das auf Dauer aufs Gemüt schlägt, versuche ich, mir jeden Tag etwas einfallen zu lassen. Was wollte ich schon immer mal ausprobieren? Wie kann ich meine Routinen durchbrechen?

Tipps zum Kopf frei bekommen

Das entscheidende Stichwort heißt: Raus aus der Wohnung, das ist schon mal klar. Das Modewort Micro Adventures ist mir trotzdem nicht sympathisch, weil ich es ein bisschen hoch gegriffen finde. Als ob das Leben einem permanenten Nervenkitzel benötigt. Den Kopf frei bekommen, hat für mich weniger mit coolen Aktivitäten zu tun, sondern eher mit der Möglichkeit, sich mit Kleinigkeiten gutzutun.

Spazieren gehen für Fortgeschrittene

Keine Ahnung, ob es diese Disziplin eigentlich gibt. Zumindest betreibe ich sie mit steigender Intensität. Und ich sehe draußen viele Gleichgesinnte.

Mein erster Tipp (besonders, wenn es draußen noch nicht lange hell ist): Lieber die Arbeit nach hinten verlegen. Am Laptop sitzen kann man auch um 18 Uhr, wenn es draußen schon wieder dunkel wird. Dafür lieber direkt morgens an die frische Luft gehen oder die Mittagspause nutzen. Dabei kann man auch eine Stulle einpacken oder sich einen schönen heißen Tee mitnehmen.

Mein zweiter Tipp: Es passiert schnell, dass man immer die gleichen Wege läuft. Wenn man nicht zu weit von Zuhause weg will, hat man nicht so viel Auswahl. Aber macht euch die Mühe, öfters mal für Abwechslung zu sorgen. Dafür laufe ich eine Route gerne auch mal in umgekehrter Richtung oder wechsle die Straßenseite… Und ich sage dir: Die Stadt sieht auf einmal ganz anders aus. Neue Perspektiven, bisher unbekannte Winkel. Ein ganz neues Laufgefühl. Naja, ich übertreibe jetzt. Aber ein bisschen Tapetenwechsel bringt es schon.

Mein dritter Tipp: Das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden und das tägliche Einkaufen mit einer entspannten Runde an der frischen Luft verbinden. Vielleicht sogar ganz bewusst ein Geschäft aussuchen, dass etwas weiter entfernt ist.

Mein vierter Tipp: Oft genug habe ich nicht genug Energie, um Laufen zu gehen. Wer das schafft, mein Applaus. Es tut nämlich definitiv gut, ein paar Kilometer zur rennen und nach der Runde unter die heiße Dusche zu gehen. Also, rafft euch auf. Ich versuche es auch wieder mehr hinzubekommen.

Den Kopf frei bekommen mit Digital Detox

Ganz bewusst auf Laptop, Smartphone und Internet verzichten – und das nicht nur ein oder zweimal im Jahr, sondern einen Tag pro Woche. Ich habe für mich den Samstag ausgesucht, wo ich wenig bis gar nicht online bin. An einem normalen Tag verbringe ich wirklich sehr viel Zeit am Computer und greife – wie viele von uns – ständig zum Smartphone.

Als ich während meines Praktikums auf dem Land gearbeitet habe und mehr damit beschäftigt war, den Pferdepaddock zu misten, als mich in sozialen Netzwerken zu verlieren, habe ich gemerkt, wie gut diese Entspannung meinem Kopf tut. Wie gut mir das tut!

Dieser regelmäßige Verzicht in Kombination mit der vermehrten Bewegung draußen hat übrigens dazu geführt, dass ich wieder besser schlafe.

Workout & Yoga (plus mehrmals Stretching am Tag)

Wer den ganzen Tag am Schreibtisch sitzt, der bekommt schnell die Quittung dafür: schmerzender Rücken, verspannte Schultern, steife Gliedmaßen. Nach meiner Erfahrung ist es am besten, direkt morgens mindestens eine halbe Stunde Sport oder Yoga zu machen. Zusätzlich kann man zwischendurch immer wieder aufstehen, sich recken, dehnen, eine paar Schritte gehen oder ein paar Yoga-Übungen einzulegen. Das hilft nicht nur dabei, Verspannungen zu lösen. Man kann auch wieder kurz durchatmen und den Kopf frei bekommen.

Die Gedanken mit Meditation still werden lassen

Mit der Meditation habe ich eine On-Off-Beziehung. Mal bin ich wochenlang unmotiviert, mal klappt es ganz gut. Im Moment bin ich täglich am Start, meist nach dem Sport am Morgen, manchmal aber auch abends zum Relaxen. Wobei ich für mich gelernt habe, dass ich Meditation auch auf meine Art machen kann. Irgendwie mag ich das Sitzen nicht so gerne, sondern liege lieber wie bei Shavasana, der Endentspannung beim Yoga. Auch lasse ich mich gerne von einer geführten Meditation leiten. Ich denke, alles ist ok, Hauptsache, es tut einem gut und man macht es.

Einfach mal schweigen

Die Idee ist wohl am besten für alle geeignet, die viel Trubel zu Hause haben und etwas Rückzug gut gebrauchen können. Das Konzept des bewussten Schweigens ist mir zum ersten Mal bei der Yoga-Ausbildung begegnet, die ich vor vielen Jahren gemacht habe. Ausgestattet mit einem Button “Silence” konnte man ungestört seine Gemeinschaftsarbeit verrichten, ohne angesprochen zu werden. Das klappt im Alltag meistens nicht ganz so reibungslos, aber in kleineren Portionen kann man das Schweigen auch ins ganz normale Leben integrieren. Ich finde es sehr erholsam, einfach mal eine Weile auf “Sendepause” zu gehen.

Telefon, Skype, Messenger, Zoom – alles ausnutzen

Freunde und Familie wohnen nicht in nächster Nähe? Ich habe es mir zur Regel gemacht, täglich mit mindestens einem Freund/Familienmitglied in Kontakt zu sein. Auch wenn es manchmal nur eine kurze Nachricht ist, aber ich finde es wichtig, in Verbindung zu bleiben.

Lesen statt Netflix

Klar ist es bequem, abends auf der Couch zu liegen und Netflix zu glotzen. Und bei einer richtig guten Serie macht das auch Spaß. Wenn ich aber merke, dass ich eigentlich nur Zeit totschlage, versuche ich eher zu lesen. Wie viele Bücher stapeln sich bei dir, die du unbedingt noch mal lesen wolltest? Jetzt ist der Zeitpunkt dafür! Ich habe meinen Lese-Timer auf 30 Minuten eingestellt und ich finde, das ist ein angenehmes tägliches Pensum. Lässt sich super vor dem Schlafengehen oder bei einer kleinen Teepause zwischendurch einrichten.

Gesund und bewusst essen

Bei mir steigert der Frühling die Lust auf Tonnen Obst und Gemüse. Das bedeutet einen gewissen Zeitaufwand zum Schnippeln, Kochen und Vorbereiten. Dafür nehme ich mir auch bewusst Zeit, mache mir einen Tee und beginnt den Tag mit einem frischen Saft, einem leckeren Gemüse-Omelett oder einer fancy Smoothie-Bowl. Als keinen Snack zwischendurch gibt es selbstgemachte Energy Balls.

Journaling

Was früher als Tagebuch schreiben bekannt war, hat heute den Namen Journaling verpasst bekommen. Im Grunde ist aber derselbe Vorgang gemeint: das regelmäßige Schreiben mit der Hand über alles, was sich im Kopf ansammelt. Es hilft, Druck zu reduzieren und klarer zu werden. Außerdem ist es ein interessanter Nebeneffekt, dass man später noch mal nachlesen kann, wie man sich in bestimmten Phasen gefühlt hat.

Etwas Neues lernen

Ich habe mir jetzt endlich mal einem Sprachtrainer besorgt, um nebenher ein paar Arabisch-Vokabeln zu lernen. Wie erfolgreich das letztendlich sein wird? Keine Ahnung! Aber im Grunde finde ich es gut, jeden Tag einen winzigen Fortschritt bei einem Thema zu erzielen, das neu für mich ist. Wissen in kleineren Dosen.

Den Kopf frei bekommen – was hilft dir dabei?

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