Exotische Souvenirs meiden und gefährdete Tiere & Pflanzen schützen

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Heute am 3. März ist der Tag des Artenschutzes, an dem auf Facebook, Twitter und in vielen anderen Medien darüber berichtet wird, wie gefährdet die Natur, die Tiere und die Pflanzen sind. Die Gründe dafür sind vielfältig: der Klimawandel, das Bevölkerungswachstum, die hohe Nachfrage nach Energie und Rohstoffen, Umweltverschmutzung, Wilderei. Wir zerstören unsere Umwelt und damit langfristig unsere eigene Lebensgrundlage.

Weltweit haben sich die Bestände von Wirbeltieren innerhalb von etwa 40 Jahren im Durchschnitt mehr als halbiert. In Deutschland ist von den rund 72.000 bekannten Tier-, Pflanzen- und Pilzarten rund ein Drittel in seinem Bestand bedroht. (Quelle: ZEIT ONLINE)

Es ist höchste Zeit, nicht mehr die Augen davor zu verschließen, was da eigentlich passiert und vor allen Dingen auch selbst am eigenen Verhalten etwas zu ändern. Gerade das Reisen ist eng verbunden mit schönen Erinnerungsstücken. Deshalb will ich den heutigen Tag dafür nutzen, um auf ein paar Fakten hinzuweisen, damit man als Reisender nicht aus Unwissenheit Souvenirs kauft, für die (geschützte) Tiere oder Pflanzen verwendet wurden.

Exotische Souvenirs meiden

Niemand kennt alle Tier- und Pflanzenarten und kann einschätzen, ob es sich womöglich um eine gefährdete Art handelt. Deshalb würde ich immer und überall lieber die Finger von Produkten lassen, bei denen Tiere oder Pflanzen verarbeitet wurden und ich mir nicht so ganz sicher bin, ob ich das kaufen sollte. Im Zweifelsfall: NEIN!

Es gibt so viele andere Möglichkeiten, den lokalen Handel zu unterstützen, z. B. Lebensmittel auf Märkten kaufen, einheimische Restaurants bevorzugen, Alltagsgegenstände oder Handwerksarbeiten als Souvenir mitnehmen etc.

Medizin aus Tieren und/oder Pflanzen

Die Wahrscheinlichkeit, dass für eine traditionelle „Naturmedizin“ bedrohte Tiere oder Pflanzen verwendet wurden, ist hoch. Auch sollte nicht vergessen werden, dass es gerade die asiatischen „Heilmethoden“ sind, die auf  Bärengalle, Nashörnern, Tigerknochen und unzählige andere gefährdete Tiere setzen. Einer des wesentlichen Gründe für die Wilderei weltweit ist der unersättliche und gute zahlende Markt in Asien.

Meine persönliche Meinung & einen Denkanstoß: Selbst wenn es sich nicht um eine gefährdete Art handelt, BRAUCHT doch wirklich niemand Produkte wie z. B. Murmeltiersalbe oder Hirschtalgcreme – Traditionen hin oder her…

Möbel, Schmuck und Dekoration

  • Schildplatt (von Meeresschildkröten) oder überhaupt Schildkrötenpanzer
  • Korallen (das sind lebende Tiere, keine Steine!)
  • exotische Muscheln und Schnecken
  • Hörner, Knochen und Zähne von Wildtieren oder Walen
  • Tropenhölzer, seltene Holzarten (z. B. Palisander­ und vielen Ebenholzarten)
  • Eierschalen

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Bekleidung & Accessoires

Auf Pelze und Häute von Wildtieren sollte man (meiner Meinung nach) komplett verzichten. Gefährdete Arten sind z. B. Wildkatzen, Wölfe, Bären, Luchse, verschiedene Zebra-, Robben- und Antilopenarten u. v. m.

Auch einige Wollarten sind problematisch, wie z. B. Vikunja- und Guanako-Wolle oder Shahtoosh-Wolle aus dem Fell der Tibetantilope.

Keine Accessoires aus Reptilienhäuten wie Schlangen, Echsen oder Krokodil kaufen.

Noch mehr Exotik

An Gegenständen mit Exotikfaktor mangelt es weltweit nicht. Ob ausgestopfte Tiere, Traumfänger mit Federn, Anhänger aus Zähnen, in Kunstharz eingegossene Seepferchen. Kästen mit präparierten Schmetterlingen oder furchteinflößenden Käfern. Lieber nichts davon mit nach Hause nehmen.

Mmmhhh, lecker! Oder doch nicht…?!

In Restaurants und an Straßenständen gibt es häufig Gelegenheiten, exotische Delikatessen zu probieren. Oft genug sind darunter auch gefährdete Tierarten oder Tiere aus extrem überjagten/überfischten Beständen wie z. B. Schildkröten, Haifisch, Stör-Kaviar oder Roter Thunfisch. Gerade im asiatischen Raum gibt es viele Praktiken, bei denen Tiere lebend gegessen oder vor dem Verzehr gequält werden. Nichts, woran man sich beteiligen sollte!

Auch wieder meine persönliche Meinung, aber vielleicht überdankenswert: Ob Strauß, Zebra, Walzenschwein, Kudu – in afrikanischen Ländern landet abends in der Lodge gerne mal auf dem Teller, was man tagsüber noch auf Safari bewundert hat. Es geht – und dafür bin ich der lebende Beweis – auch ohne diese „Spezialitäten“.

Mehr zu dem Thema im WWF-Souvenirratgeber, wo man sich auch ein PDF mit detaillierten Informationen herunterladen kann. Hier findest du weitere Tipps zum nachhaltigen Reisen.

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