Dumela, Botswana – Reisetipps & Informationen

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Botswana

Setswana ist eine der beiden Nationalsprachen in Botswana. Fast überall (außer vielleicht in sehr abgelegenen Gebieten) wird Englisch gesprochen, aber schon minimale Setswana-Kenntnisse bringen überall die Gesichter zum Strahlen (sofern man das überhaupt noch steigern kann – ich habe die Menschen in Botswana als sehr nett und aufgeschlossen kennengelernt).

Dumela! = Hallo! Einen Mann spricht man in Botswana mit Rra an, eine Frau mit Mma. (Man sagt also zu einem Mann „dumela rra“ und zu einer Frau „dumela mma“.) Auch gilt es als höflich, sich zunächst nach dem Befinden zu erkundigen, bevor man z. B. nach dem Weg fragt.

O tsogile? = Wie geht es Ihnen?
Leina la me ke…  = Mein Name ist…
Kealeboga. = Danke.
Sala Sentle! = Auf Wiedersehen! (sagt die Person, die geht)

Botswana Reisetipps

Hier findest Du eine kurze Übersicht, um welche Themen es in diesem Artikel geht:

✔️ Reisezeit & Klima

✔️ Tipps für die Kleidung

✔️ Geld & Kreditkarte

✔️ Trinkgeld

✔️ Visum

✔️ Grenzübergänge

✔️ Veterinärzäune

✔️ Reisesicherheit

✔️ Steckdosen

✔️ Internet

✔️ Impfungen & Gesundheitsvorsorge

Was ist die beste Reisezeit für Botswana?

Beliebt sind die Übergangsmonate April und September. Dann ist es tagsüber nicht ganz so heiß und auch die Nächte sind mild, also optimale Bedingungen. Ich war im Mai unterwegs und fand das Wetter ziemlich perfekt: angenehme Tagestemperaturen, allerdings auch schon recht kühle Nächte. Wer eher gemäßigte Temperaturen bevorzugt, sollte seinen Trip zwischen Mai und September planen – und genug warme Kleidung einpacken, denn die Nachttemperaturen können sich in Richtung Gefrierpunkt bewegen.

Zur Tierbeobachtung sind die Monate September und Oktober gut geeignet, weil das die trockensten Monate sind. Die Vegetation ist karg und das Wild sammelt sich an den Wasserlöchern. Im Dezember beginnt die Regenzeit und dauert bis März. Alles grünt und blüht, die Tagestemperaturen liegen bei 30 bis 35 Grad, stellenweise sogar bei 40 Grad. Es gibt Gewitter und häufige kurze Schauer.

Tipps für die richtige Kleidung

Tagsüber reichen oft Shorts und kurzärmelige Shirt. Wer auf Safari unterwegs ist, sollte am besten neutrale Farben bevorzugen. Um Moskitostiche zu vermeiden, trägt man nach Einbruch der Dunkelheit helle, lange Hosen und langärmelige Oberteile (am besten zusätzlich mit Mückenschutz imprägnieren). Für kühle Nächte eine ausreichend warme Jacke und/oder Pullover im Gepäck haben. Auf Pirschfahrten in der Dunkelheit kann es in Kombination mit dem Fahrtwind empfindlich kalt werden. Wenn man im Auto sitzt, genügen Sandalen, aber ansonsten sind geschlossene Wander- oder Turnschuhe ein Muss.

Hier sind meine Ausrüstungstipps für Safaris ausführlich zusammengefaßt.

Zahlungsmittel in Botswana

Die Währung in Botswana heisst Pula (BWP). 1 EUR sind umgerechnet ca. 12 Pula (Stand Juli 2016).

Pula heisst charmanterweise übersetzt „Regen“…

Kreditkarten (besonders VISA, aber auch Mastercard) werden fast überall als Zahlungsmittel akzeptiert. Wer in abgelegenen Buschcamps unterwegs ist, sollte aber auch Bargeld parat haben. Bankautomaten sind in den größeren Städten vorhanden, wo man sich mit der Kreditkarte plus PIN mit Bargeld eindecken kann.

Eine EC-Karte wird als bargeldloses Zahlungsmittel nicht akzeptiert. An Geldautomat mit dem Maestro-Zeichen kann allerdings damit Geld abgehoben werden – vorher checken, welche Gebühren anfallen! V-Pay-Karten können gar nicht genutzt werden.

Hier findest Du meine Tipps und Erfahrungswerte mit Zahlungsmitteln auf Reisen.

Trinkgeld

Trinkgeld ist in Botswana meist essentieller Bestandteil des Lohnes. Wenn man also zufrieden war mit dem Service, sollte man in jedem Fall Trinkgelder geben. Ungefähr 1 bis 2 EUR pro Tag für Hotelangestellte sind üblich. In den Lodges ist oft eine Trinkgeld-Box für das gesamte Personal an der Rezeption aufgestellt. In Restaurants sind 10 % angemessen. Guides und Fahrer, mit denen man länger unterwegs ist, gibt man das Trinkgeld am besten persönlich (Richtwert ca. 5 EUR pro Person und Tag).

Visum für Botswana

Deutsche, Schweizer und Österreicher erhalten bei der Einreise ein kostenloses Touristenvisum für maximal 90 Tage. Der Reisepass muss noch mindestens 6 Monate gültig sein und über zwei freie Seiten verfügen. Reisende nach Sambia und Simbabwe müssen bei der Einreise für ein Visum bezahlen (Sambia 50 USD/Double Entry 80 USD und Simbabwe 30 USD/Double Entry 45 USD). Ich bin mit South African Airways über Frankfurt – Johannesburg – Victoria Falls (Simbabwe) geflogen und musste entsprechend 45 EUR für das Visum in Simbabwe bezahlen.

Grenzübergänge in Botswana

Wer mit dem Auto in mehreren Ländern unterwegs ist (z. B. Namibia, Simbabwe), sollte genug Zeit für die Grenzübergänge einplanen. Es gibt zwei Kontrollpunkte und je nach Fahrzeugandrang ziehen sich die Formalitäten ganz schön in die Länge.

Veterinärzäune in Botswana

Im ganzen Land gibt es zusätzlich Veterinärzäune, die Wild- und Nutztiere voneinander trennen. An den Kontrollpunkten werden die Autos auf Lebensmittel überprüft (Fleisch und Milchprodukte dürfen nicht mitgeführt werden). Teilweise müssen die Autos Seuchenwannen durchfahren und alle Passanten „desinfizieren“ ihre Schuhsohlen in Behältern, in denen ein schmutziger, mit Desinfektionsmittel getränkter Lappen liegt. In dem Fall daran denken, ein zweites Paar Schuhe griffbereit zu haben, denn offiziell müssen ALLE mitgeführten Schuhe desinfiziert werden.

Reisesicherheit

Ich habe mich in Botswana ziemlich sicher gefühlt, was aber nicht heisst, dass man die üblichen Vorsichtsmaßnahmen auf Reisen außer Acht lässt, denn natürlich kann es wie überall zu Diebstählen kommen. Allgemein wird empfohlen, in der Dunkelheit nicht mehr Auto zu fahren, was hauptsächlich damit zusammenhängt, dass viele Wildtiere (z. B. Elefanten) nachts auf den Straßen unterwegs sind und damit die Unfallgefahr sehr hoch ist.

Die Polizei kann es mancherorts ziemlich genau nehmen mit den Kontrollen und zwar in so ziemlich allen Belangen: die Geschwindigkeitslimits, Telefonieren während der Fahrt, Tragen des Sicherheitsgurtes etc. Wir sind beispielsweise in unmittelbarer Nähe des Flughafens von Victoria Falls von der Polizei herausgewunken worden und das gesamte Auto wurde akribisch untersucht – inklusive Ersatzrad, funktionierende Blinker, Licht, Verbandskasten, Feuerlöscher – einfach alles! Wer mit einem Mietwagen unterwegs ist, sollte also am besten direkt bei Übernahme überprüfen, ob wirklich alles in Ordnung ist.

Steckdosen in Botswana

Die Steckdosen in Botswana weichen vom mitteleuropäischen System ab, man benötigt zum Laden seiner Geräte also einen Adapter. Zwischenstecker sind in vielen Camps vorhanden, aber verlassen sollte man sich darauf besser nicht.

Internet in Botswana

Internet-Cafes sind in allen größeren Städten vorhanden. Auch die meisten Hotels/Lodges sowie Restaurants & Café verfügen über WLAN. Wer allerdings in abgelegeneren Gebieten unterwegs ist, muss damit rechnen, dass nicht mal ein Mobilnetz zur Verfügung steht.

Impfungen & spezielle Gesundheitsvorsorge

Für eine Einreise nach Botswana sind keine speziellen Impfungen Pflicht. Ich würde wie bei allen Reisen darauf achten, dass alle üblichen Impfungen noch aktuell sind. Wer sich zuerst in Sambia aufhält und im Anschluss nach Botswana einreist, muss eigentlich eine Gelbfieberimpfung vorweisen. Kontrolliert wird das nach meinem Wissenstand aber kaum. Bei der Einreise aus Deutschland ist das nicht erforderlich, auch nicht bei Einreise über Simbabwe und Südafrika.

Ich bin über Simbabwe eingereist, habe aber trotzdem die Gelegenheit genutzt, mir vorher in Deutschland eine Gelbfieberimpfung (nur bei speziellen Gelbfieberimpfstellen erhältlich) zu besorgen. Der einmalige Gelbfieber-Impfnachweis hat lebenslange Gültigkeit und da ich weitere afrikanische Länder bereisen will, wollte ich das schon mal erledigt haben.

In Botswana besteht vor allen Dingen im Norden ein hohes Malariarisiko, weshalb eine Malariaprophylaxe empfohlen wird. Am besten lässt man sich dazu von einem reiseerfahrenen Arzt beraten.

Die medizinische Versorgung Botswanas ist im afrikanischen Vergleich ziemlich gut, aber trotzdem nicht mit europäischen Standards zu vergleichen. Neben den staatlichen Krankenhäusern gibt es auch Privatkliniken, die sich meist für Ausländer empfehlen. In jedem Fall sollte man unbedingt zu Hause eine Auslandskrankenversicherung mit Rückholservice abschließen! 

 

2 Kommentare

  1. Hallo, ich plane eine Reise nach Namibia und Botswana, bin aber bzgl. des Transports noch unsicher… Kommt man gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch oder ist ein Mietwagen unabdingbar? Und wie sieht es allgemein mit den Unterhaltskosten aus: Essen, einfache Unterkünfte…?
    Liebe Grüße 🙂

    • Hi Kuno, bezüglich öffentlichen Verkehrsmitteln kann ich leider gar nichts sagen, weil wir mit Guide & Allradfahrzeug auf Tour waren. Wolfgang von http://www.groovyplanet.de kann da aber möglicherweise weiterhelfen, weil er auch mit Sammeltaxi & Bus unterwegs war. Schau doch mal bei ihm vorbei… Bezüglich Unterkunft dürfte das Campen die preisgünstigste Möglichkeit sein. Viele Lodges sind leider recht teuer. Liebe Grüße zurück!

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